Café + am 11.4.2019 Markt – Platz der vielen Möglichkeiten

Markt – Platz der vielen Möglichkeiten

Viele Geschäfte haben sich zu dem sogenannten Marketplace, dem Marktplatz zusammengeschlossen und bieten ihre Waren unter der Regie von Amazon an. Dadurch wird das Warenangebot von Amazon stark erweitert – eine Vielzahl von Möglichkeiten wird dem Internetnutzer angeboten:

Marketplace, Markt – Platz der vielen Möglichkeiten – fast alles kann man dort kaufen. In einem Supermarkt findet man gut 10.000 Artikel – im Internet geht die Zahl in die Hunderttausende.

Im Zeitalter des Individualismus möchte gerne jeder seinem eigenen Geschmack folgen und liebt deshalb die möglichst große Auswahl – mit der angestrebten Digitalisierung soll das in vielen Bereichen noch viel einfacher möglich werden.

Die technische Entwicklung hat sich in den letzten Jahren förmlich überschlagen – immer schneller folgten Erfindungen aufeinander, die unser Leben deutlich beeinflusst haben. Taschenrechner – Telefon – Handy –

Nimmt man heute ein Handy in die Hand, dann hat man nicht nur ein Telefon, sondern einen Fotoapparat, einen Taschenrechner, ein Navigationsgerät, eine Wetterstation, einen Rundfunk- und Fernsehempfänger, jede Menge Nachschlagewerke und noch viel mehr in der Hand. Bei den Internet-Nachschlagewerken stoßen wir allerdings auch auf ein grundsätzliches Problem unserer schnelllebigen Zeit – die Zuverlässigkeit der Informationen in diesem Nachschlagewerk ist oft nicht gewährleistet. Die Ursache liege in der sogenannten Demokratisierung der Einträge – wenn möglichst viele Leute einen Eintrag für richtig empfinden, dann soll er gelten – aber das sei kein Kriterium für die Wahrheit.

Und das ist ja auch tatsächlich so: Man kann die Wahrheit nicht durch eine Entscheidung der Mehrheit bestimmen – es müssen Sachgründe herangezogen werden.

Ein Beispiel aus dem Bereich Physik aus der Vergangenheit: Die Mehrheit der Physiker war der Meinung, dass es im Weltall einen Stoff geben müsse, den man Äther nannte. Aber die Mehrheit der Naturwissenschaftler hatte Unrecht, wie man dann bald feststellen musste – diesen Äther gibt es nicht

Heute ist das Internet ein Platz enorm vieler Möglichkeiten – jeder kann dort seine Ansichten veröffentlichen, ein Platz beinahe unvorstellbar vieler Veröffentlichungen. Man schätzt, dass alleine in Deutschland täglich eine Zeichenmenge von etwa 1 Exabyte mit dem Internet ausgetauscht wird – ein Exabyte ist eine 1 mit 18 Nullen – das ist vergleichbar mit der mehr als 2500-fachen Datenmenge aller Bücher, die je geschrieben wurden. Ein unüberschaubarer riesiger Platz beinahe unendlicher Möglichkeiten! Kann man sich da überhaupt noch zurecht finden?

Ein Arzt sagt dazu: Das Internet kann Menschen miteinander verbinden. Aber wenn es zur Sucht wird, führt es im realen Leben zur Vereinsamung. Betroffene sollten dann nicht zögern, professionelle Hilfe zu suchen. (Marian Grosser, Arzt)

Das Internet als Platz der vielen Möglichkeiten bietet neben mancherlei schädlichen Einflüssen aber auch hilfreiche Möglichkeiten. Ich kann heute im Internet die Telefonnummer eines Restaurants, wo ich einen Tisch reservieren möchte, schneller herausfinden, als wenn ich das Telefonbuch hervorholen und darin blättern muss. Ich kann jede Woche auf der Internetseite unserer Gemeinde nachsehen, wer am nächsten Sonntag im Gottesdienst predigen wird. Manches ist nicht unbedingt notwendig, was man an neuen Errungenschaften vorfindet – Manches kann aber auch recht hilfreich sein. Aber was ist gut, hilfreich – was weniger gut, schädlich?

Karl Steinbach, der 2005 verstorben war: „Nichts zwingt den Menschen, die ungeheuren Möglichkeiten der Wissenschaft und Technik zu seinem Unheil zu verwenden, – alle Wege sind offen, Wissenschaft und Technik zu seinem Wohle zu verwenden“.

Der Markt – der Platz der heute unüberschaubar vielfältigen Möglichkeiten – besteht aus oft schwer zu bewertenden Bereichen – wobei  diese vielfältigen Möglichkeiten auch von Menschen genutzt werden, die uns Unheil bringen wollen, die uns mit schädlichen Einflüssen zu manipulieren versuchen, die uns – auch gerade als Christen – zu widergöttlichem Verhalten verführen – oft so raffiniert, dass wir es gar nicht oder kaum bemerken können.

Markt – Platz der unendlich vielen und vielseitigen Meinungen. Sie erreichen uns über das Fernsehen, den Computer und zunehmend immer häufiger auch ständig und überall über Smartphones und Tablets. – Und damit können immer mehr Menschen immer schneller erreicht werden.

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Flashmobs. Am 4. April 2009 um 16:00 Uhr trafen sich mehrere tausend Jugendliche (Angaben schwanken zwischen 1000 und 5000 Personen) aus Anlass des Pillow Flight Day zu einer Kissenschlacht auf der Domplatte in Köln. Auf YouTube findet man auch sehr schöne Beispiele, die einem so richtig ans Herz gehen – wenn Kinder sich zu einem solchen FlashMob treffen und „O Happy Day“ singen – oder wenn man das große Halleluja von einem Profichor miterleben kann, der sich sozusagen rein zufällig in einer großen Bahnhofshalle getroffen hat und dann diese beeindruckende Musik vorführt.

Weniger schöne Beispiele sind die iin letzter Zeit immer häufiger zu beobachtenden Demonstrationen, zu denen auch sehr kurzfristig viele Tausend Menschen motiviert werden – das geht heute sehr schnell über solche sogenannten sozialen Medien wie facebook, Twitter oder Instagramm. Bekannt sind ja die Schülerdemos jeden Freitag – allen voran die aus Schweden kommende 16-jährige Greta Thunberg. Bei diesen Demonstrationen wird deutlich, dass man mit Gefühlen große Menschenmengen beeinflussen kann – auch wenn sachlich eigentlich nichts Wesentliches angeboten wird. In einem Zeitungskommentar heißt es: Was will man einer 16-Jährigen – die zudem noch krank ist –  entgegenhalten, die mit glühenden Wangen sagt, dass sie Angst vor der Zukunft habe? Ein Mensch, der sich nicht von Kinderherzen rühren lässt, sondern dabei bleibt, dass man vorerst noch an Kohle und Öl festhalten sollte, der muss doch wohl ein Schuft sein. Und dann heißt es: Die derzeit Thunberg entgegengebrachte Verehrung erinnere an religiöse Erweckungserlebnisse, jedoch liege das Problem nicht bei ihr, „sondern bei vielen Leuten, die auf sie reagieren“.

Wodurch lassen wir uns beeinflussen? Wie werden unsere Meinungen geprägt? Wie reagieren wir?

Als Christ würde ich natürlich immer sofort auf die Bibel verweisen – dort finden wir die Wahrheit. Aber es gibt im Inhaltsverzeichnis meiner Bibel keinen Hinweis darauf, welche Maßnahmen ich zum Klimaschutz durchführen soll – oder ob ich noch mit meinem Auto fahren darf oder ob man Atomkraftwerke alle abschaffen soll – obwohl sie eigentlich im Hinblick auf die Klimaerwärmung noch die beste Methode wären.

Aber es gibt trotzdem gerade in der Bibel sehr hilfreiche Anweisungen, die auch bei solchen Fragen nützlich sind. Die Bibel spricht oft davon, dass es auf die innere Haltung ankommt, die Motivation, mit der ich etwas tun will. So finden wir z.B. in Römer 12,16 den Hinweis Versucht nicht, euch wichtig zu machen, sondern wendet euch denen zu, die weniger angesehen sind. Und bildet euch nicht ein, alles zu wissen!

Oder in ,Phil. 3 + 4: Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Markt – Platz der vielen Möglichkeiten Auch wenn es um die Bibel geht, wird man heute von vielerlei Möglichkeiten beeinflusst. Im Internet kann man dazu auch merkwürdige oder manchmal auch ausgefallene Ideen nachlesen. Manchmal klären Beiträge dort aber auch über Irrtümer auf, denen man vielleicht schon recht lange angehangen hat.

Ein großer Markt – Platz der vielen Möglichkeiten ist auch der religiöse Markt. Man findet dort Angebote von Religionen, die lange vor Jesus entstanden sind, etwa Hinduismus und Buddhismus – heute auch in unserer westlichen Welt recht stark vertreten. Schon vor vielen Jahren habe ich Bücher eines katholischen Priesters gelesen, der gleichzeitig bekennender Zen-Buddhist war – Er versuchte, beide Religionen irgendwie zu vermischen – und das wird heute in unserer toleranten Gesellschaft ja oft versucht – man muss doch auch die Ansicht der anderen irgendwie respektieren bzw. sogar akzeptieren. Und die Gedanken der Reinkarnation, des auf dieser Erde Wiedergeboren Werdens im Hinduismus und Buddhismus findet man heute auch in unserer Gesellschaft durchaus vertreten – obwohl das den Aussagen der Bibel total widerspricht – Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben und danach das Gericht – das Verantworten vor Gott – so steht es in der Bibel.

Und daneben kann es laut Bibel keine alternativen Fakten geben.

Aber auch im Bereich des Christentums selbst finden wir heute einen Markt – einen Platz der vielen Möglichkeiten. Dabei ist ja längst nicht alles, was angeboten wird, auch schlecht oder falsch.

Hier in Wetzlar und Umgebung finden wir eine große Vielfalt von Kirchen und Gemeinden – Vielfalt kann auch durchaus als eine gute Ergänzung verstanden werden. Und wenn wir hier in Wetzlar im Rahmen der ev Allianz gut zusammen arbeiten, ist das auch ein Zeichen von Ergänzung und einer positiven Vielfalt.

Trotzdem sind wir auch immer wieder herausgefordert, zu prüfen Als Paulus seinerzeit auf einer Missionsreise nach Beröa im heutigen griechischen Zentralmakedonien kam, dann wird von den Leuten dort berichtet:

Apg 17,11: Sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte.

Wir haben heute die komplette Bibel, AT und NT, in Händen und sind genauso aufgefordert, immer wieder zu prüfen, ob das, was uns vermittelt wird, sich tatsächlich so verhält.

In einer Zeitschrift fand ich jetzt eine Auflistung von verschiedenen Zugängen zu Gott. Man sagte dort, dass ja jeder Mensch verschieden ist und dass deshalb auch jeder einen verschiedenen Zugang zu Gott haben kann – sicher nicht falsch – und man kann durchaus auch manche Beispiele anführen, die das unterstreichen.

Wenn man in der Bibel nachforscht, findet man einen Zugang zu Gott – da bin ich sehr sicher.

In dieser Zeitschrift wurde darüber hinaus aber auch eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten aufgeführt –  da war ich mir dann nicht mehr so sicher.

Einige Beispiele: Zum Thema Natur heißt es: Wo sonst als unter freiem Himmel ist die Handschrift Gottes sichtbarer? Mache einen Spaziergang mit Gott. Plaudere, schweige, höre, sehe.

Zum Thema Worte: Du kannst Gott zwischen den Zeilen eines Buches begegnen – in einem Gedicht – in dem Rhythmus schöner Liturgien. Lies Bücher von großen Denkern. Begegne Gott in Blogs, Märchen, Sachbüchern.

Zum Thema Symbole: Symbole sind greifbare Zugänge zu Gott. Symbole sind Kirchenglocken, Ikonen, Kerzen, Wasser, die keltischen Kreuze, Feuer, Düfte usw.

Aber es gibt auch einen Absatz zum Thema Lehre:

Für den Kopfmenschen ist Lehre oft Zugangsweg Nummer 1. Für sie sind gefühlsgeladene Zugangswege wie ein Schleier auf ihrer Brille. Sie müssen klar sehen können, um Gott näher zu kommen.

Die Bibel bietet jedem Menschen tatsächlich einen ganz persönlichen Zugang zu Gott an – aber nur über Jesus Christus – Jesus selbst sagt: Niemand kommt zum Vater denn durch mich. – Und: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, wer nicht an mich glaubt, bleibt unter dem Gericht Gottes.

Dazu gibt es auch heute noch keine alternativen Fakten – Jesus ist der einzige Weg zu Gott, nur über eine persönliche Beziehung zu Jesus können wir nach unserem Tod einmal in die wunderbare Gegenwart Gottes kommen.

Paulus behauptet einmal in seinem Brief an die Christen in Rom: Der Glaube kommt durch die Predigt. Und eine Predigt – ob von einer Kanzel oder in einem persönlichen Gespräch oder direkt beim Lesen der Bibel – besteht aus Worten, – Worte, die unseren Verstand, unser Denken und vor allem unseren Willen ansprechen.

Gerne können wir uns in der Natur über die Schöpfung Gottes erfreuen – im AT finden wir etwa in den Psalmen viele wunderschöne Gedichte mit dem Lob Gottes über seine Schöpfung, über die Weisheit Gottes und seinen Ideenreichtum in der Natur. Mich begeistern immer wieder die Erkenntnisse der Naturwissenschaftler, die auf unseren wunderbaren Weltenschöpfer hinweisen.

Aber es ist ja auch eine Tatsache, dass wir mit der Schöpfung Gottes nicht wirklich reden können – was könnte die Schöpfung uns bieten, wenn wir in Not sind, wenn wir Hilfe brauchen – oder gar wenn wir an unsere Zukunft nach unserem Tod denken?

Erst recht gilt das doch auch für manche vorhin erwähnten angeblichen Zugänge zu Gott. Was könnten mir Märchen in Krisensituationen als Hilfe anbieten – oder Symbole?

Ich brauche dann ein Gegenüber, mit dem ich tatsächlich reden kann – ein Gegenüber, das mich auch tatsächlich hört und von dem ich weiß, dieses Gegenüber reagiert auch auf meine Gebete.

Und da bin ich ganz sicher: Dieses Gegenüber, nach dem ich mich sehne, das kann nur der Gott der Bibel sein. Nur Gott, der Allmächtige, ist auch wirklich in der Lage, in mein Leben einzugreifen, mir zu helfen, auf meine Gebet zu antworten. Wer sonst hätte diese Autorität, die Macht, die Vollmacht dazu?

Durch Jesus bekommen wir kompetente Informationen aus der Ewigkeit – weil er selbst aus der Ewigkeit kam und am besten weiß, wie es dort aussieht.

Durch Jesus bekommen wir kompetente Informationen über unsere Zukunft – weil Jesus wie ein Mensch gestorben ist – aber dann aus der Ewigkeit nach dem Tod wieder auferstanden ist und uns genau sagen kann, was auch auf uns nach unserem Tod zukommen wird.

Durch Jesus bekommen wir kompetente Informationen, wie wir erreichen können, einmal in der Ewigkeit nicht von Gott getrennt sein zu müssen, sondern seine wunderbare Herrlichkeit genießen zu dürfen.

In Jesus und durch ihn erkennen wir die einzig gültige Wahrheit, die uns niemand sonst bieten kann. Zu Jesus gibt es keine Alternative – also auch keine alternativen Fakten.

Noch kurz Gedanken zu zwei Personen. Der eine Mensch, die wirklich tragische Person, war Pontius Pilatus, der römische Prokurator zur Zeit Jesu. Pilatus traf seine Entscheidungen immer im Hinblick auf seine Karriere. Er hatte es damit ja auch schon weit gebracht, er war nur noch dem Kaiser verantwortlich. Dem wollte er gefallen, beim Kaiser wollte er sein Image, sein Ansehen positiv beeinflussen.

Einerseits wusste er, dass Jesus unschuldig war: Ich finde keine Schuld an ihm – sagt er sehr deutlich. Andererseits sah er sich dem drohenden Einfluss der Juden beim Kaiser ausgesetzt – sie würden sich dort über ihn beschweren, wenn er ihren Wünschen nicht nachkommt – und das wäre vielleicht das Ende seiner Karriere. Welchem Einfluss sollte er folgen?

Heute gibt es in unserer Welt auch sogenannte Influencer, Beeinflusser, Menschen die Einfluss auf andere nehmen wollen. Prominente Persönlichkeiten nutzen die sogenannten sozialen Netzwerke wie YouTube oder Instagramm, und geben dort etwa Tipps, wie man sich richtig schminkt oder welche Kleidung zu welchen Anlässen besonders gut aussieht.

 Unser Problem heute ist doch, dass auf diesen Wegen viele Menschen, sehr viele Menschen ganz schnell in die eine oder andere Richtung beeinflusst oder auch manipuliert werden können.

Da können wir wieder auf Pilatus zurück kommen – auch ohne Instagramm oder Internet hatte er sich aber von dem gleichen Wunsch leiten lassen: Wie kann ich mein Ansehen beim Kaiser verbessern – d.h. er war inzwischen in der Lage, nur noch fragen zu können: Wie kann ich mein Ansehen beim Kaiser retten?

Der Wunsch nach Ansehen, nach Anerkennung steckt auch heute in vielen Menschen tief drinnen – und manche Entscheidung, die wir treffen, wird von diesem Wunsch beeinflusst.

Die Bibelstelle aus Phil 2,3 hatte ich vorhin schon mal erwähnt: Strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden.

Die negative Beeinflussung durch die Menschen um Pilatus herum und sein Streben nach Anerkennung ließen ihn letztlich scheitern. Pilatus fiel kurz darauf trotz all seiner Bemühungen beim Kaiser in Rom in Ungnade und verlor dann im Jahre 35 n.Chr. seine Stellung.

Bei dem Wort „Follower“ dachte ich so an Jesus – er hatte seinerzeit nur 12 Follower, Jünger, die ihm nachfolgten – und davon fiel dann auch noch einer ganz aus – und auch die anderen waren nicht gerade prominente Leute, die einen großen Einfluss auf die Menschen damals hatten.

Und doch hat sich das Evangelium von Jesus erstaunlich schnell in wenigen Jahren in der ganzen damals bekannten Welt verbreitet – auch ohne Internet, ohne Instagramm und facebook.

Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, dass Jesus damals, als er am Kreuz hingerichtet wurde, zwar wie eine sehr tragische Figur aussah, aber dass dann durch seine Auferstehung plötzlich seine ganze Macht, seine göttliche Autorität sichtbar wurde – ein Ereignis, das die gesamt Weltgeschichte verändert hat.

Durch Jesu Auferstehung hat Gott es in eindrücklicher Weise bestätigt, dass auch wir jetzt von dieser Macht der Sünde befreit werden können, wenn wir Jesus Christus in unser Leben aufnehmen. Jeder Mensch hat jetzt diese Gelegenheit – damals hatte Pilatus diese Gelegenheit nicht genutzt – er war dem Trend dieser Welt, den Einflüssen seiner Umgebung gefolgt – und deshalb musste er das ernten, was er gesät hatte.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Christen in Rom in Kapitel 12 Vers 2: Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.

Jeder, der wirklich Christ sein will, möchte doch gerne nur das tun, was gottgefällig ist, was gut ist. – Deshalb passt dieser Hinweis des Paulus für uns doch sehr gut – und bei den ständig neuen Einflüssen, die uns aus unserer Gesellschaft förmlich überströmen ist es schon eine Lebensaufgabe, sich immer wieder zu prüfen und sich von Gott das Denken schenken zu lassen, mit dem wir dann in jedem einzelnen Fall ein sicheres Urteil fällen können, was gut und hilfreich ist – oder schlecht und schädlich.

Ich bin überzeugt, neben der Bibel, diesem Wort Gottes, gibt es keine alternativen Fakten – keine anderen Wahrheiten, die uns sagen, woher wir kommen, wozu wir leben und wohin wir gehen werden. – Und dieser Wahrheit können wir, kann kein Mensch, ausweichen – immer werden wir Entscheidungen treffen.

Da ist es mein großer Wunsch, dass wir alle Entscheidungen zum Leben treffen, zu einem Leben mit Gott, mit unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus – zu einem Leben, das bis in alle Ewigkeit bestehen wird.