Lieder und Worte

Thema: Lieder und Worte zum Advent

Zu Gast: Singkreis „Frohe Botschaft“

Wieder ist Dezember und wieder durfte man sich auf das „Advent-Café+“ freuen. Und diese Vorfreude wurde nicht enttäuscht! Wie immer kamen auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz. Und darauf folgte eine gelungene Mischung aus Liedern und Worten zum Advent. Eine Gruppe des Chores „Frohe Botschaft“ brachte mit ihren ansprechenden Liedbeiträgen den Gästen die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes nahe.

In der Geschichte „Zu Fuß“, vorgetragen von Doris Loh, wurde deutlich, was es heißt, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde, buchstäblich „zu Fuß“ in unsere Welt kam:
„Gott ist als Fußgänger unterwegs zu uns, damit keiner sagen kann, er sei zu schnell und zu bequem und zu leicht seinen Weg gegangen…. .Nicht auf großem Fuß kommt er daher in Siebenmeilenstiefeln himmelwärts, sondern er läuft sich die Hacken ab, marschiert vor und zurück und hin und her, nur um dich und mich ja nicht zu verpassen, wenn wir unseren Weg suchen…. Das Kind in der Krippe strampelt sich frei und macht den anderen Beine, dass sie kommen und staunen und anbeten und froh werden.“

Letzteres taten die drei Weisen aus dem Morgenland, was von einigen Café+-Mitarbeiterinnen in dem Anspiel „Griff nach dem Strohhalm“ in die heutige Zeit übertragen wurde. Diese Weisen brachten nicht Gold, Myrrhe und Weihrauch, sondern ihren Dank, ihr Ja zu ihrem Leben, wie es geworden ist, aber auch ihre Zweifel zum Kind in der Krippe Bezugnehmend darauf wies anschließend Klaus Loh auf die wahre Bedeutung von Weihnachten hin:

In seiner Andacht führte er vor Augen, welche Bedeutung es hat, wenn sich in einer prominenten Familie Nachwuchs einstellt, so zum Beispiel in Monaco oder England. Welch großes Medieninteresse dies doch hervorruft!

Ganz anderes war es bei Christi Geburt. Unbeachtet von der Öffentlichkeit erblickte Jesus, der Sohn Gottes, das Licht dieser Welt in der kleinen, unbedeutenden Provinz Judäa, in dem unscheinbaren Ort Bethlehem und dort auch in einem Stall, weil noch nicht mal in einem Gasthof Platz zu finden war! Die Menschen, die wirklich die Bedeutung dieses Babys erkannten, waren die Hirten und die Könige, die Weisen aus dem Morgenland, dem Osten. Allerdings musste Gott da schon einiges in Bewegung setzen, um diesen Menschen sozusagen ihr inneres Auge zu öffnen, damit sie durch die äußeren Umstände hindurch tatsächlich in dem kleinen Jesus das Besondere erkennen konnten. Es ist faszinierend zu sehen, welche Vorbereitungen Gott schon von langer Hand getroffen hatte:

Er musste den römischen Kaiser Augustus bewegen, eine Volkszählung durchführen zu lassen, damit Jesus in Bethlehem geboren wurde und nicht in dem Heimatort von Maria und Josef, in Nazareth. – Und Bethlehem war nötig, weil schon viele Jahrhunderte vorher ein Prophet des Alten Testaments diesen Ort als Geburtsort des Messias, des Retters, vorhergesagt hatte.

Und damit die Weisen aus dem Osten diesen Stern rechtzeitig bemerkten, der sie dann zu ihrer Reise nach Bethlehem motivierte, musste Gott auch im Weltall einiges regeln – und zwar rechtzeitig – denn die Reise dieser Männer dauerte einige Monate. Und damit ihnen unterwegs nichts passierte, musste Gott schon gut aufpassen, dass sie dann tatsächlich zur rechten Zeit in Bethlehem ankamen.

Und man könnte jetzt noch viele weitere Einzelheiten erwähnen, die Gott in weiser Voraussicht geregelt hat, um die Geburt Jesu genau dort und genau zu diesem Zeitpunkt so möglich zu machen.Und das gilt auch für das ganze Leben Jesu – bis zu seinem Tod – bis zu seiner Auferstehung – und auch für das, was uns in der Bibel auch für uns heute und für die Zukunft berichtet wird.

In der letzten Strophe des Liedes „Mit den Hirten will ich gehen“ wird davon gesprochen, dass wir Jesus in unser Herz aufnehmen wollen. Jesus erwartet auch heute von uns keine großen Geschenke – und wenn wir mit leeren Händen vor ihm stehen und erkennen, dass wir diesem großen wunderbaren Herrn und Heiland der Welt tatsächlich nichts anzubieten haben, dann dürfen wir nach diesem Strohhalm greifen und einfach sagen: „Hier bin ich, sei du mein Retter, mein Heiland – sei du mein Herr, der ab jetzt mein Leben in die Hand nimmt – dir will ich mein Herz schenken.“

Das ist genau das, was wir von den Weisen aus dem Osten in dem biblischen Bericht lesen: Sie fielen vor Jesus nieder und beteten ihn an. Manche Menschen meinen ja, dass damit ihre persönliche Freiheit eingeschränkt würde. Aber wir gewinnen als Christen, die ihr Leben so unter die Herrschaft Jesu stellen, enorm viel dazu.

Wer sonst könnte uns so viel bieten?
– Jesus hat uns erlöst von unserer Schuld, wir könnten das nie, und wenn wir es versuchen würden, würden wir scheitern.
– Jesus kennt uns, jeden einzelnen, ganz persönlich. Er hat alle Möglichkeiten, uns zu helfen, er meint es gut mit uns, er ist unser Freund.
– Und Jesus kommt wieder und bietet uns dann eine unbeschreiblich schöne Zukunft in der Ewigkeit bei ihm.

Wer Jesus Christus so in sein Leben aufgenommen hat, in dem hat Jesus selbst das Licht der Welt angezündet, ein Licht, dass von keiner Dunkelheit ausgelöscht werden kann und das sogar über den Tod hinaus leuchtet, eine Freude, die auch in schweren Lebensumständen erhalten bleibt.

Nach einem weiteren Lied des Singeteams und dem Wort zum Donnerstag:

„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Johannes 3,16)

klang der Nachmittag mit dem wohlbekannten „O du fröhliche“ aus. Nun darf man schon auf den 12. Februar gespannt sein, an dem Karl-O. Haas zu dem Thema „Begegnungen verändern das Leben“ sprechen wird. Wer ihn schon einmal erlebt hat, kann sich vorstellen, dass Karl-O. Haas dazu sicherlich viel Interessantes zu sagen haben wird!

Autor: Barbara Schellhase