Reiseplanung

Gottesdienst mit Klaus Loh am 29.12.2013 Vielleicht haben sie auch von einem Frühbucherrabatt Gebrauch gemacht, sodass die Kosten für die Reise etwas niedriger ausfallen. In der Jahreslosung für das fast abgelaufene Jahr wird auch von einer Reise gesprochen – die Reise in die Ewigkeit. Wie weit sind wir da mit unseren Planungen? Gibt es da auch einen Frühbucherrabatt? Anhand von Hebräer 13, 12 – 15 wollen wir uns Gedanken über diese ganz besondere Reiseplanung machen. Foto: GentleJunk-co. / flickr (CC BY-NC-SA...

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Das Jahr 2013

„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13,14  Andy Dufresne ist der Hauptcharakter im Film „Die Verurteilten“ und ist zu zweifach lebenslänglicher Haft verurteilt, weil er laut Indizienprozess seine Frau und deren Liebhaber umgebracht hat. Doch als er im Gefängnis ankommt, wirkt er wie ein Fremdkörper. Er passt sich nicht der typischen Gefängnishaltung an und versucht, immer den Kopf einzuziehen und möglichst unbemerkt durchs Leben zu kommen. Andy behält eine Hoffnung in sich, die die anderen Häftlinge erstaunt. Einmal schafft er es, für das ganze Gefängnis Musik über die Lautsprecheranlage spielen zu lassen. Das bringt ihm zwei Wochen Isolationshaft ein, doch er kommt nach den abgesessenen zwei Wochen fröhlich wieder in den Speisesaal und verkündet, der Gedanke an Mozarts Musik habe die Hoffnung in ihm wachgehalten. Doch was ist der Grund dieser Hoffnung? Hoffnung, die am Leben hält  Christen, die Jesu Worte „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ aktiv umsetzen und nicht nur versuchen, den Kopf einzuziehen, sind ebenso Fremdkörper in unserer Gesellschaft wie Andy Dufresne es im Gefängnis ist. Und ebenso wie für ihn, ist es für sie eine Herausforderung, die Hoffnung am Leben zu halten und auch dann zu lieben, wenn keine Gegenliebe kommt. Woher aber kommt diese Hoffnung?  Andy Dufresne weiß: Er hat hier keine bleibende Stadt. Während der ganzen Jahre, die er einsitzt und in denen er nach und nach das Gefängnis verändert, hat er einen guten Grund zur Hoffnung. Er plant seinen Ausbruch und bereitet ihn vor. Währenddessen baut er eine Bibliothek auf und ermöglicht anderen Gefangenen, ihren Schulabschluss nachzuholen. Die Kraft dafür zieht er aus der Gewissheit: Ich werde hier wieder rauskommen. Diese Gefängnismauern werden mich nicht ewig halten. Für die Ewigkeit  Ebenso wie Andy, auch wenn das Leben kein Gefängnis ist, haben Leute, die Jesus nachfolgen, hier keine bleibende Stadt. Gott baut eine zukünftige Stadt auf und das gibt Hoffnung, die auch durch den grauesten Alltag tragen kann. C.S. Lewis sagte einmal, dass das Problem der Christen nicht ist, dass sie zu viel über den Himmel bzw. die neue Schöpfung nachdenken, sondern zu wenig. Wenn man sich dessen bewusst wird, dass jeder Mensch, mit dem wir im Alltag zu tun haben – egal ob die Kassiererin im Supermarkt, unsere plärrende Tochter, die gehässigen Kollegen – ein Geschöpf Gottes ist, das auch nach dem Tod ewig weiter existieren wird, verändert das die Perspektive. Während vergängliche Dinge weniger wichtig werden, wird unser Umgang mit unseren Mitmenschen unendlich viel wichtiger. Denn wir haben es ja mit Wesen zu tun, die auch dann noch da sind, wenn Berge und Meer, Sterne und Galaxien schon Geschichte sind. Veränderte Perspektive  Wer Jesus nachfolgt weiß, dass ihn einmal ewiger Lohn und Lob von Gott erwarten. Eine neue Schöpfung, die schöner und beeindruckender ist, als alles, was wir bisher kennen. Lassen Sie uns mit dieser Perspektive die Menschen mehr lieben, als sie es verstehen können, Menschen wichtiger nehmen als Dinge, charakterliche Schönheit wichtiger nehmen als nur gutes Aussehen, die Not unserer Mitmenschen, Nachbarn, Freunde und Feinde wichtiger nehmen als unsere Hobbies und Gott wichtiger nehmen als uns selbst.  Den es kommt der Tag, an dem alle Tränen abgewischt werden, kein Schmerz, kein Leid, kein Hunger, keine Kälte und kein Tod mehr existieren. Es kommt die Hochzeits-Party des Lammes. Es kommt eine völlig neue Welt. Bis dahin haben wir hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir. © Philipp Bußkamp, 2013 Foto: kzulo /...

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Zwischen Zeit und Ewigkeit

In der Bibel berichtet das Buch „Prediger“ von einem berühmten und erfolgreichen König. Zu seinen Leidenschaften gehörten vor allem Wissenschaft und Philosophie. Und da er stets bestrebt war, seine Einsichten auszuweiten und bekannt zu machen, wurde er auch „Prediger“ genannt. Dem Prediger wird oft eine pessimistische Einstellung nachgesagt, weil wir in seinen Überlegungen ein paar sehr negative Aussagen finden. Aber er hat eben versucht, ganz nüchtern und ehrlich festzustellen, wie Menschen so ihre Zeit verbringen, welche Motivation sie dabei antreibt und welchen Sinn das Ganze hat. In Kapitel 3 im Buch Prediger berichtet er etwa: „Ich habe die Mühsal gesehen, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Alles hat er zu seiner Zeit schön gemacht, dazu hat er ihnen die Ewigkeit in den Sinn gegeben, ohne dass der Mensch das Werk begreifen kann, welches Gott vom Anfang bis zum Ende tut.“ (Prediger 3,10-11) Das sind ein paar ganz wesentliche Beobachtungen. Zunächst einmal hat Gott „alles zu seiner Zeit schön gemacht“. Es ist nicht immer alles schön, sondern eben zu seiner Zeit, im richtigen Moment. Es ist zum Beispiel gut, Essen und Trinken zu genießen, aber nicht ununterbrochen. Es gibt Zeiten, in denen Freude angesagt ist. Aber manchmal ist es auch richtig, zu trauern. Arbeit und Fleiß können einen Menschen erfolgreich machen. Aber jeder muss sich auch Ruhepausen gönnen. Jede Aktivität kann in der richtigen Situation sinnvoll und angenehm sein. Aber diese Feststellung allein reicht nicht aus, um Menschen wirklich zu beschreiben. Der Prediger fügt hinzu, dass Gott „ihnen die Ewigkeit in den Sinn gegeben hat“. Der Mensch findet es eben nicht befriedigend, nur mal dies zu machen und mal das; er will nach den großen Zusammenhängen fragen, er will ein Teil der Weltgeschichte sein. In kleinen und großen Ambitionen zeigt sich so der Wunsch nach Beständigkeit, nach Ewigkeit. Aber spätestens seitdem klar ist, dass alle Menschen sterben, haben wir ein Problem. Die Sehnsucht nach Ewigkeit hat sozusagen einen heftigen Schlag erlitten: Ich kann machen was ich will; ich kann mich auf den Kopf stellen, aber ich kann den Tod nicht überlisten. Ich selbst werde früher oder später vergehen. Und auch alles, was ich erreiche, wird vergehen. Der Regisseur Woody sagte einmal: „Ich will die Unsterblichkeit nicht durch mein Werk erringen. Ich will Unsterblichkeit dadurch erringen, dass ich nicht sterbe.“ Man kann darüber schmunzeln, aber es ist immerhin eine ehrliche Aussage. Wer würde die Unsterblichkeit nicht gerne im wahrsten Sinne des Wortes erringen? Nämlich dadurch, dass er nicht stirbt? Ein Mensch sehnt sich nach Ewigkeit. Es ist eben egal, wie viel er leistet. Keine Auszeichnung und kein Erfolg ist ein Ersatz für die Ewigkeit. Der Prediger zieht daraus zwei Konsequenzen: 1. Genieße das Leben Der Mensch, der nach der Ewigkeit sucht, steht in der Gefahr, die Gegenwart zu vergessen. Er kann so sehr darüber nachdenken, wie ihn spätere Generationen in Erinnerung halten werden, dass er sich selbst nichts Gutes mehr gönnt. Deshalb meint der Prediger: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres gibt, als fröhlich zu sein und das Leben zu genießen. Denn ein Mensch, der isst und trinkt und guten Mut hat bei all seinem Mühen – das ist ein Geschenk Gottes.“ (Prediger 3,12-13) Ein angenehmes und glückliches Leben kommt genauso von Gott wie der Wunsch nach bleibendem Wert, nach Ewigkeit. Es hat wenig Wert, das eine zu verwerfen und das andere zu verherrlichen. 2. Ehre Gott! Außerdem plädiert der Prediger dafür, Gott nicht aus dem Blick zu verlieren: „Ich merkte, dass alles, was Gott tut, für ewig besteht; man kann weder dazutun noch wegnehmen. Das alles tut Gott, damit man Ehrfurcht vor ihm habe....

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