Jesus, unser Vorbild

Gottesdienst vom 9. September mit Daniel Lanz Wer Jesus war, prägt die Kirche bis heute. Sein Charakter bestimmt die DNA des christlichen Glaubens. Viele Christen nennen ihn ihr höchstes Vorbild. Junge Leute tragen WWJD-Armbänder: „What would Jesus do?“ – „Was würde Jesus tun?“ als eine Art kategorischer Imperativ. Doch wenn wir genau hinsehen, merken wir, dass Jesus vor allem für andere da war. Er half, er heilte, er diente. Und er hatte kein Problem damit, sich dabei die Hände schmutzig zu machen. Ist das wirklich die DNA der christlichen Kirche? Wenn Menschen an Christen denken, denken sie dann zuerst an selbstlose Wohltäter, oder an verstaubte Institutionen? Wie kann Jesus wirklich auch heute noch unser Vorbild sein? Foto: marcos_bh /...

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Herzenssachen: Habgier

Rückblick Wir setzen die Reihe Herzensangelegenheiten fort. Heute wird es sehr persönlich. Wir sprechen über den dritten Feind des menschlichen Herzens, die Habgier. Heute feiern wir das Pfingstfest und damit den Geburtstag der Gemeinde. Da liegt die Frage nahe: Was haben Pfingsten und unser Herz gemeinsam? Aber bevor wir ins tiefe Wasser einsteigen, möchte ich kurz mit euch zurückschauen auf das, was wir bei  den zurückliegenden Malen besprochen haben. Ausgangspunkt war der Rat des einflussreichsten König Israels als Vater an seinen Sohn. Im Buch der Sprüche 4, 23 heißt es: „Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.“ Hätte Salomos Sohn Rehabeam  das beherzigt, wäre ihm viel Leid erspart geblieben. Aber nein, es war die Habgier, dieser mörderische Feind des menschlichen Herzens, der ihn antrieb und ihm vier Fünftel seines Königreichs und beinahe das eigene Leben gekostet hätte. „Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.“ – Von diesem Ausgangspunkt haben wir uns bewusst gemacht, dass wir unser Herz »hüten«, d.h. vor bestimmten Dingen bewahren müssen. Das geschieht am besten, indem wir… aktiv unser Leben gestalten. uns dem richtigen Einfluss aussetzen. uns dem Wort Gottes öffnen. Herzensfeind Schuld. Wir haben gelernt, dass Schuld, wenn Menschen im Spiel sind, nicht nur eine vertikale, sondern auch eine horizontale Dimension hat. Die alttestamentliche »Schuldformel« in 1.Mose 5, 5-8 lautet: Wenn ihr aneinander schuldig geworden seid, sagt der Gott Israels, dann… beichtet es nicht nur mir. vielmehr erstattet eure Schuld und legt 20% oben drauf. Lukas berichtet uns (Lukas 19, 1-10) von Zachäus, der infolge seiner Begegnung mit Jesus bereit war, denen das Vierfache zurück zu geben, an denen er schuldig geworden war. Herzensfeind Neid. Das letzte Mal haben wir uns vor Augen gehalten, dass Neid das wirksamste Gift gegen menschliche Beziehungen ist. Neid ist ein wahrhaft tückisches Gift für das menschliche Herz. Am Beispiel von zwei Männern aus der frühen Menschheitsgeschichte haben wir uns bewusst gemacht, wie Neid zu Enttäuschung und unbändigem Hass führte. Am Ende dieser hasserfüllten Beziehung stand der Brudermord. Genesis 4, 3-5. Wir haben vier Schritte untersucht, die helfen können, das tödliche Gift des Neids zu überwinden: Ich muss innehalten, genau hinschauen und ehrlich zu mir selber sein. Ich muss das, was ich entdeckt habe, schonungslos vor Jesus bekennen. Ich nehme bewusst und dankbar das an, was Jesus für mich bereit hat. Ich gewöhne mir an, andere bewusst und öffentlich anzuerkennen, ihre Erfolge zu würdigen. Herzensfeind Habgier. Heute geht es um einen »Herzensfeind«, von dem niemand gerne zugibt, dass er damit zu kämpfen hat. Ein Wort aus der Bergpredigt Jesu soll uns in unseren Überlegungen Orientierung geben. Matthäus 6, 19-22: Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Eine persönliche Vorbemerkung Worüber ich heute predige hat sehr viel mit mir persönlich zu tun. Wahrscheinlich habe ich mehr als die meisten von euch an diesem herausfordernden Wort zu knabbern. Ihr müsst wissen: Freigiebigkeit war noch nie meine Stärke. Ich gehöre zu denen, die Geld sehr gut zusammenhalten können, die den Wert des selbst Erarbeiteten schätzen und in vollen Zügen genießen können. Das mag auch damit zu tun haben, dass Geld zu Hause immer Mangelware war. Auf jeden Fall musste ich erst lernen, Gott von dem abzugeben, was ich mir erarbeitet hatte. Habgier an sich selbst zu beobachten, ist schwierig. Habgier kommt in verschiedenen Tarnungen daher, manchmal...

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Herzenssachen: Neid

Einleitung Wir reden über das Herz des Menschen. Nicht die Pumpe in unserer Brust ist gemeint. Es geht um unser Innerstes. Dort, wo unsere Identität, unser Wesen zu Hause sind. Die Bibel beschreibt dieses Herz als den Ort unseres Seins. Die Bibel hat viel zum Thema Herz zu sagen. Im Buch der Sprüche 4, 23 rät der einflussreichste König Israels als Vater seinem Sohn (NeÜ): Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.  Vorausschicken möchte ich, dass mich Podcasts zum Thema Leiterschaft von Andy Stanley aus Alpharetta, Georgia, zu diesem Thema inspiriert haben. Einige der hier geäußerten Gedanken gehen auf ihn zurück. Rückblick Heute ist der 3. Teil der Predigtreihe. Im 1. Teil haben wir die Grundlagen gelegt, haben gelernt, dass es in unsrem Herzen die beiden Wesenszüge gibt. Ihr erinnert euch an das Beispiel aus der Literatur, Dr. Jekyll und Mr. Hyde: Aus dem Herzen entspringen gute wie böse Gedanken. Das Herz ist letztlich der Ort, wo alles Trachten seinen Anfang nimmt. Anhand einer Begebenheit aus dem Leben Jesu haben wir verstanden, dass nicht die Beachtung irgendwelcher rituellen Vorschriften uns rein sein lässt. Wir lernten, dass es die Dinge sind, die aus unserem Mund herauskommen, die unser Herz verunreinigen. Noch etwas lernten wir: Ein reines Herz ist nicht gleichzusetzen mit erfolgreicher Verhaltensänderung.  Deswegen trifft eine Liedzeile von David ins Schwarze: »Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist«. Psalm 51 Schließlich wurde uns bewusst: Ich muss mein Herz »hüten«  d.h. vor bestimmten Dingen bewahren. Das geschieht am besten, indem ich …aktiv mein Leben gestalte. Mich dem richtigen Einfluss auszusetze. Mich dem Wort Gottes öffne. Wir haben daraufhin im zweiten Teil  dieser Serie über den ersten Feind des Herzens gesprochen: »Schuld«. Ihr erinnert euch daran, dass es in der Regel schuldbeladene Menschen sind, die in der Währung der Schuld handeln. Die Gleichung funktioniert unbewusst etwa so: »Weil ich mich selbst (oder andere) enttäuscht habe. Weil ich schuldig geworden bin, werde ich dafür sorgen, dass du mich ebenfalls enttäuschen wirst.« Wir sprachen darüber, wie man von Schuld frei wird, lernten die 20% Regel kennen:  Numeri 5, 5-8. Das Alte Testament sah vor, dass man seinem Schuldner den offenen Betrag zurück gab und 20% oben drauf legte. Schließlich klärten wir ein Missverständnis. Schuld hat, wenn Menschen im Spiel sind, nicht nur eine vertikale sondern auch eine horizontale Dimension.  Am Beispiel von Zachäus haben wir schließlich gelernt, wie man mit Schuld offensiv umgeht. 1. Neid Heute wenden wir uns einer weiteren Herzensangelegenheit zu: Dem Neid. Ich habe mir den Spaß gegönnt, ein paar Zitate zum Thema Neid herauszusuchen: „Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung“ (Wilhelm Busch).  Nicht ganz ernst gemeint: „Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Füße beneidet“ (Robert Lembke). Inge Meysel schreibt man das hier zu: „Hinter jeder Frau im Nerz steht eine andere, die darüber witzelt, wo sie ihn her hat.“ Eine Erkenntnis zum Thema, der ich von Herzen zustimmen kann, lautet:  „Man empfindet es oft als ungerecht, dass Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.“ Gerhard Uhlenbruck (Deutscher Immunbiologe und Aphoristiker) soll das gesagt haben. Vermutlich war er ein eifriger Leser der Regenbogenpresse. Auch wenn das alles ein wenig humoristisch daher kommt, steckt hinter diesen Sätzen eine bittere Wahrheit, um die es heute Vormittag gehen soll: Neid – das wirksamste Gift gegen menschliche Beziehungen. Neid ist so alt wie die Menschheit. Neid vergleicht das, was ich habe, wer ich bin oder was ich gelte mit dem, was der der andere hat, ist oder gilt. Neid ist etwas, über das wir...

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Herzenssachen: Schuld

Gottesdienst vom 29.1.2012 mit Wolf-Dieter Kretschmer Teil 2: Schuld Einleitung Wir setzen heute die Predigtreihe, die ich mit »Herzenssache« überschrieben habe, fort. Ich möchte mit euch einige Sonntage über das Herz des Menschen nachdenken. Wenn ich vom Herzen spreche, dann meine ich das Innerste eines Menschen. Dort, wo seine Identität, sein Wesen zu Hause ist. Die Bibel beschreibt dieses Herz als den Ort unseres Seins. Im Buch der Sprüche 4,23 rät ein Vater seinem Sohn: »Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben«. Eine Bemerkung vorneweg: Manche Anregung zu dieser Predigt geht zurück auf Podcasts von Pastor Andy Stanley aus Alpharetta, Georgia. Rückblick Im 1. Teil der Predigtreihe hatten wir die Grundlagen gelegt. Anhand einer Begebenheit aus dem Leben Jesu (Matthäus 15, 1-20) verstanden wir, dass nicht die Beachtung irgendwelcher rituellen Vorschriften uns rein sein lässt bzw. deren Nichtbeachtung uns verunreinigt. Von Jesus haben wir gelernt, dass (1) es die Dinge sind, die aus unserem Mund herauskommen, die unser Herz verunreinigen. (2) Ein reines Herz ist nicht gleich zu setzen mit erfolgreicher Verhaltensänderung. Deswegen trifft Psalm 51 ins Schwarze: »Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist«. Schließlich wurde uns bewusst: (3) Ich muss mein Herz »hüten« d.h. vor bestimmten Dingen bewahren. Das geschieht am besten, indem ich (a) aktiv mein Leben gestalte. (b) Mich dem richtigen Einfluss aussetze. (c) Mich dem Wort Gottes öffne. Heute geht es um die erste von vier Herzensangelegenheiten, genauer gesagt um den ersten von vier »Feinden des Herzens«: Schuld. – Die anderen Feinde heißen übrigens Wut/Ärger, Habsucht und Neid. Schuld ist ungesund Manchmal hat man den Eindruck, dass, was für die Diätindustrie das schlechte Gewissen und die überschüssigen Pfunde sind, für die Kirche das Thema Schuld ist. Ohne Schuldgefühle würden manche wahrscheinlich gar nicht mehr in die Kirche gehen. Religion gedeiht wunderbar auf dem Humus der Schuldgefühle. Mit Schuld lässt sich hervorragend Kasse machen. Es ist bemerkenswert, dass Jesus an keiner Stelle im Neuen Testament die Schuld von Menschen dazu gebraucht, sich einen Vorteil zu verschaffen oder seinem Gegenüber ein schlechtes Gewissen zu machen. Aus der Psychologie wissen wir, dass es in der Regel schuldbeladene Menschen sind, die in der »Währung der Schuld handeln«. Man kann das, was unterbewusst abläuft, als Gleichung so beschreiben: »Weil ich mich selbst (oder andere) enttäuscht habe, also schuldig geworden bin, werde ich dafür sorgen, dass andere mich ebenfalls enttäuschen«. – Solchen Leuten kann man es nie recht machen. Sie legen an sich selbst einen sehr hohen Maßstab an, scheitern dann und bestrafen – häufig unbewusst – andere dafür, indem sie diese ebenfalls scheitern lassen. – Mit solchen Leuten zusammenarbeiten zu müssen, kann die Hölle auf Erden sein. Ich will einem Missverständnis vorbeugen: Ich bin sehr für präzises Arbeiten, Qualität und exzellente Noten in der Schule. Mir geht es hier um einen falschen Perfektionismus, den Eltern ebenso auf ihre Kinder ausüben können, wie Chefs und Kollegen untereinander. Es ist ausgesprochen ungesund, Schuld mit sich herum zu tragen. Warum? Weil Schuld eine Last ist, die wir uns aufbürden, die uns bedrückt und die wir nicht einfach abschütteln können. Schuld setzt uns auch im Verborgenen zu. Ein Beispiel: Wenn wir jemandem begegnen, dem wir etwas schulden, haben wir immer das Gefühl, dass mit der Begegnung uns auch unsere Schuld/Verpflichtung begegnet. Infolgedessen sind unbeschwerte Begegnungen nicht mehr möglich. Ich gehe noch einen Schritt weiter, überspitze ganz bewusst: Indem ich mir Geld leihe (auch innerhalb der Familie) mache ich mich zum Schuldner. So lange der unbeglichene Betrag im Raum steht, ist meine Beziehung zum anderen belastet, bin ich nicht frei, ihm auf...

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