Erntedank 2016

Erntedank – Reichlich säen Mt 6, 19 – 24 – 2Kor. 9, 6 Heute feiern wir das Erntedankfest – d.h. nicht nur wir hier, sondern in ganz Deutschland vor allem in den christlichen Kirchen – ein Dank für die Ernte, für all die landwirtschaftlichen Produkte, die ja die Grundlage für unsere Nahrung und damit für unser Überleben sind. In den USA gibr es ein ähnliches Fest – am 4. Donnerstag im November feiert man  Thanksgiving und dankt dabei für alles Gute, was man erfahren hat. Der amerikanische Präsident Obama hat das einmal in dem folgenden Satz zusammengefasst: „Zu Gott richten wir unsere Herzen empor aus Dankbarkeit für unsere vielen Segnungen füreinander und für unsere Nation.“ Aufgrund seiner familiären und sozialen Bedeutung wird der Tag in den USA aber auch von vielen Atheisten gefeiert. Auch in manchen anderen Regionen der Welt, auch in anderen Religionen, wird nach der Erntezeit ein Fest eingerichtet, in dem man sich bewusst macht, dass man viel Grund zur Dankbarkeit hat, dass die Schöpfung all diese lebenswichtigen Produkte hervorbringt, weil man auch heute noch merkt, dass man zwar viel säen kann, dass man reichlich Samen ausstreuen kann – aber dass man das Wachsen und Gedeihen nicht garantieren kann. Immer noch muss man geduldig abwarten, ob die Ernte gut oder weniger gut ausfällt. Und besonders in einigen afrikanischen Ländern gibt es oft jahrelang fast überhaupt keine Ernten, weil es jahrelang nicht regnet. – Zurzeit spricht man weltweit von ca. 800 Millionen Menschen, die unter massivem Hunger leiden. Uns geht es hier dagegen doch außerordentlich gut. Wir haben wirklich enorm viel Grund zur Dankbarkeit. Es gibt ja Leute, die fragen: Warum lässt Gott das zu, dass so viel Hunger auf der Welt ist? Wir könnten aber auch fragen: Warum lässt Gott das zu, dass es uns hier so gut geht? Sind wir etwa besser – oder ist das doch eher eine vollkommen unverdiente Gnade Gottes? Und dann ist doch ein solches Erntedankfest so richtig angebracht! Heute, an diesem Sonntag, dürfen wir Gott von ganzem Herzen dafür danken, dass auch in diesem Jahr reichlich Früchte geerntet werden konnten – Gott sei Dank, dass das aufgegangen und herangewachsen ist, was die Landwirte gesät oder gepflanzt haben. Es ist jedes Mal wie ein Wunder, dass aus einem oft sehr kleinen Samenkorn eine große Pflanze wird, die dann wiederum viele neue Samenkörner produziert. Wir dürfen mit dem Dichter von Psalm 104, 24: sagen: Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güte. Der Predigttext, der heute in vielen Kirchen Grundlage der Predigt ist, steht in 2Kor 9, 6: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten. Aber wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten. Und ein Sprichwort sagt schon: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Und das kennen wir alle ja aus unserem Alltag. Wenn wir uns in unserem Beruf nur spärlich eingesetzt haben, nur spärlich gesät haben, haben wir nicht mit großer Anerkennung rechnen können, wir konnten auch nur spärlich ernten. – Wenn man in eine Beziehung, z.B. eine Ehe, nur spärlich investiert, kann man nichts Großartiges erwarten. Was ihr sät – wie man sich in einer Aufgabe engagiert – das werdet ihr ernten. Wenn wir in unserem Leben durch unser Verhalten immer nur gute Sachen säen würden – die dann auch zu guten Früchten führen – dann wäre unser Leben doch ein erfreulicher Anblick. Leider stellen wir aber auch schon in der Natur, auf den Feldern, fest, dass immer wieder zwischen den guten Pflanzen auch Unkraut wächst und oft auch ziemlich stark wuchert und...

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Noahs Arche – Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte

Café + Donnerstag, 11.09.2013 um 15 Uhr Thema: Noahs Arche – Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte Referent: Klaus Loh, OStR i.R. Kinderbetreuung mit Ruth Robles     Ein Donnerstag im September, und zwar ein besonderer: Heute ist nämlich wieder Café+-Donnerstag! Nach ansprechender Musik, gespielt von Klaus Loh auf dem Clavinova, und einer ausgiebigen Kaffeepause steigen wir gleich ins Thema ein, und zwar über das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte, die „Arche Noah“. Klaus Loh führt uns viele Jahrtausende zurück in Noahs Zeitalter: Die „Arche Noah“ hatte eine enorme Größe: sie war, umgerechnet in Meter, 131 m lang, 22 m breit und 13 m hoch und hatte eine Ladefähigkeit von 600 Güterwagen, das ergibt einen Güterzug von 6 km Länge! Auch wies sie, bei geringstmöglichem Materialaufwand eine sehr hohe Schwimmstabilität auf. Die fittesten Ingenieure heute hätten die Arche damals nicht besser konstruieren können. Noah wusste um diese optimalen Maße – auch ohne Computer und ganz ohne Kenntnis der Differenzial- und Integralrechnung. Dabei hatte Noah ja gar keine Erfahrung im Bau eines solchen Schiffes – zu seiner Zeit gab es auch nicht annähernd so große „Kästen“ – und ein Ingenieurstudium mit Schwerpunkt Schiffsbau gab es damals auch noch nicht. Woher wusste er um diese Idealmaße? Noah tat einfach das, was Gott ihm sagte – und das war die Rettung für das ganze Menschengeschlecht. Was eine weltweite Flut angeht, so gibt es in allen Kontinenten der Erde Erinnerungen an eine alles überdeckende Flut, durch die hindurch nur wenige Menschen gerettet wurden – ein durchaus überzeugender Hinweis, dass die Bibel recht hat, wenn sie davon spricht, dass die Wasser auch alle Berge bedeckten – es war eben nicht nur eine örtlich begrenzte Überschwemmung, sondern eine weltweite Flut. In dem Magazin National Geographic Deutschland erschien ein Artikel mit der Überschrift „Als das Wasser kam – Warum Forscher meinen, dass es die große Flut tatsächlich gab“ Dort findet man den Satz: „Die große Flut ist wahrscheinlich der einzig universell gültige Mythos bei allen Völkern der Erde.“  (NG, Heft 5 / 2008, Seite(n) 128).“ Nach dem Bericht der Bibel landete dann die Arche auf dem Gebirge Ararat.(1. Mo 8,4). Ararat ist der Name eines ganzen Gebirgszuges – und in diesem Gebirgszug gibt es den „Großen Ararat“ mit 5.137 m Höhe. Immer wieder gingen in der Vergangenheit Meldungen durch die Presse, dass man Überreste der Arche gefunden habe – so etwa im Jahre 2010. Aber dann fand man heraus, dass zuvor Einheimische alte Eisenbahnschwellen auf den Berggipfel geschafft und sie dort im Eis vergraben hatten – eine bittere Enttäuschung für die Forscher. Es kann durchaus sein, dass es heute nach so langer Zeit überhaupt keine Reste der Arche mehr gibt, aber dass die in der Bibel beschriebenen Ereignisse zweifellos tatsächlich stattgefunden haben. Wie kam es eigentlich zu dieser großen Katastrophe? Die Menschheit war bis auf wenige Ausnahmen total von Gott abgefallen – das hatte zur Folge, dass Bosheit zur Tagesordnung geworden war. Gott entschloss sich, diesem Treiben ein Ende zu machen, diese Menschen zu vernichten und nach einem Neuanfang auch das Lebensalter der Menschen deutlich zu reduzieren. Noch zu Lebzeiten von Adam und Eva, den ersten beiden Menschen, mussten diese erleben, wie einer ihrer beiden Söhne, Kain, den anderen, Abel, umbrachte. Der erste Mord muss ein furchtbares Ereignis gewesen sein. Die eigentliche Ursache dafür lag aber schon in dem ersten Ungehorsam von Adam und Eva – sie waren Gott gegenüber misstrauisch geworden – sie waren nicht mehr so ganz überzeugt, dass Gott es wirklich gut mit ihnen meinte – sie hatten angefangen, zu zweifeln und kritisch über Gott nachzudenken. Sie meinten, das, was Gott gesagt hatte, das Wort Gottes, müssten...

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Unser Leben – einzigartig und wertvoll

Café + Donnerstag, 27.02.2013 um 15 Uhr Thema: Unser Leben – einzigartig und wertvoll Referent: Klaus Loh, OStR i.R. Kindercafé: Spiele und spannende Geschichten mit Ruth Robles und Team     Von Barbara Schellhase, die dann gekonnt durch das Programm führte, wurden die Gäste freundlich begrüßt – und ein musikalischer Beitrag von Wolfram Eberius und Klaus Loh (Flöte und Clavinova) stimmte die Besucher auf den Nachmittag ein. Leben – was ist das eigentlich? Nachdem die Gäste gemütlich ihren Kaffee trinken und sich am reichhaltigen Buffet verwöhnen lassen konnten, ging der Referent Klaus Loh dieser schwierigen Frage auf den Grund. Als Beispiel nannte er ein Bakterium, welches aus nur einer einzigen Zelle besteht und dennoch perfekt funktioniert: „Dazu benötigt es eine große Menge an Information. Woher hat so ein Einzeller eine so erstaunlich große Menge an Informationen, mit denen dieser Lebenserhaltungsprozess derart präzise gesteuert wird? Und der Mensch: Der gesamte menschliche DNA-Bauplan besteht aus 6 Milliarden genetischer Buchstaben, das entspricht einem 6 Gigabyte großen Textdokument. Wollte man diese Buchstaben mit einer Schreibmaschine in eine einzige Zeile schreiben, so würde die Buchstabenkette vom Nordpol bis zum Äquator reichen. Wenn eine gute Sekretärin mit 300 Anschlägen pro Minute an 220 Arbeitstagen pro Jahr mit je acht Arbeitsstunden ununterbrochen daran schreiben würde, so reichte ihr gesamtes Berufsleben nicht aus, um diese Buchstabenmenge auch nur zu tippen. Sie wäre nämlich 95 Jahre damit beschäftigt!   All diese Informationen befinden sich auf einem gestreckten dünnen Faden von nur 1,80 m Länge, und das nicht nur in dieser ersten menschlichen Zelle am Anfang unseres Lebens, sondern auch in jeder einzelnen der 25 Billionen Zellen, aus denen ein erwachsener menschlicher Körper besteht. Wissenschaftler haben hier eine Speichermethode entdeckt, die selbst die modernsten Computer- und Chip-Speichermethoden unserer Zeit weit in den Schatten stellt. Nimmt man einmal einen Stecknadelkopf – so ein kleines Kügelchen von etwa 2 mm Durchmesser – dann könnte man mit dieser Speichermethode, die der Schöpfer in unseren Zellen verwendet, 15 Billionen (= 15 Millionen Millionen) Taschenbücher abspeichern. Das entspricht einem Bücherstapel, der 500mal höher wäre als die Entfernung zwischen Erde und Mond.   Oder das menschliche Gehirn: Es ist das komplexeste Gebilde, das wir  kennen. Aufgebaut aus einer Vielzahl von Neuronen ist es vergleichbar mit einem riesigen Computernetzwerk aus Milliarden einzelner Computer, in dem jeder dieser Rechner tausende Querverbindungen zu anderen Rechnern aufweist. Um den Kabelplan nur eines dieser Neuronen darzustellen, also alle Querverbindungen zu anderen Neuronen, würde man 40 Seiten bedruckten Papiers benötigen. Nähme man das ganze Gehirn zusammen, würden 5 Milliarden Bände á 400 Seiten benötigt, um lediglich alle Querverbindungen dieses gigantischen Netzwerkes aufzuschreiben. Unser Gehirn hat eine Rechenleistung, die noch 100 Millionen Mal schneller ist als die schnellsten Computer.   Außerdem: Unser Gehirn ist das einzige Organ, das über sich selbst nachdenken kann! In unserem Gehirn finden wir sozusagen die körperliche Basis für unser  Mensch-Sein.   Menschen und Tieren unterscheiden sich deutlich voneinander: Wir stellen ganz besondere Eigenarten fest, die den Menschen vom Tier unterscheiden: Religiosität, Entscheidungsfreiheit, Kreativität und Erfindungsreichtum, Maschinen und Waffen, Kleidung, Sprache, Planung, Schuldbewusstsein sowie künstlerische und musikalische Fähigkeiten.   Der Mensch wurde im Unterschied zu den Tieren ähnlich dem Wesen Gottes geschaffen. In einem Buch mit dem Titel “Das Ich und sein Gehirn” untersucht ein anerkannter australischer Gehirnforscher, Sir John Eccles, die Vorgänge in unserem menschlichen Gehirn. Für Eccles steht fest, dass nur der Mensch ein „Ich-Bewusstsein“ besitzt. Dieses ist von der Zeugung an im Menschen angelegt und entwickelt sich durch die Beziehung zur Außenwelt in den ersten Lebensjahren.   Eccles behauptet, dass es einen „Geist“ geben muss, der auf das Gehirn einwirkt, der aber selbst unabhängig von unserem Gehirn...

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Der Markt der Möglichkeiten

Donnerstag, 20.06.2013 um 15 Uhr Neben Musik – Gespräche – Informationen bieten wir wieder ein interessantes + an: Thema: Ein Markt der Möglichkeiten. Wo finden wir Orientierung? Referent: Klaus Loh, OStR i.R.   Wer kennt ihn nicht, den „Markt der Möglichkeiten“? Wer die Wahl hat, hat die Qual. So schön es auch ist, unter so vielen verschiedenen Möglichkeiten wählen zu können, so schwer ist es auch manchmal, die richtige Entscheidung zu treffen. Wo können wir eine Entscheidungshilfe finden? Dieser Frage ging der Referent Klaus Loh an diesem Café+-Nachmittag nach.Anhand des reichhaltigen Angebots beispielsweise an Joghurt in den Regalen unserer Supermärkte veranschaulichte er, wie schwierig es sein kann, dierichtige Wahl zu treffen. Wenn uns schon diese vergleichsweise unwichtigeEntscheidung manchmal nicht leicht fällt, wie viel schwerer ist es dann, in denwirklich wichtigen Fragen des Lebens die richtigen Antworten zu finden: – Wie komme ich in meinem Beruf klar? – Wie komme ich mit meinem Mitmenschen zurecht? – Wie klappt es in meiner Familie? – Und letztlich die eigentlich allerwichtigste Frage: Wie komme ich mit Gott zurecht? Woher bekommen wir diese notwendigen und hilfreichen Informationen für unser Leben? Was bestimmt uns, was prägt uns, wenn wir Entscheidungen treffen?   Ein Maßstab: Die Werbung Manchmal wird unsere Entscheidung so stark von der Werbung beeinflusst, dass wir etwas tun oder kaufen, was wir weder vorhatten noch benötigen. Ein anderer Maßstab: Der Individualismus Heute möchten viele Menschen am liebsten ihr Leben nach ihren ganz persönlichen Vorstellungen und Wünschen gestalten. Wie man lebt, das ist „jedem seine eigene Sache“. Und diesem Trend kommt ja auch der riesige Markt der Möglichkeiten entgegen. Grenzen, Regeln, Gesetze empfindet man weithin als Einschränkungen der persönlichen Lebensgestaltung. Interessant ist, dass auch Gott Persönlichkeiten will, die sich von allen anderen unterscheiden. Jeder ist von Gott ganz speziell geplant, jeder soll auch nach Gottes Willen sein „eigenes“ Leben führen. Im Psalm 139 (15 – 17) lesen wir, dass Gott jeden einzelnen Menschen geplant und sich für jeden eine ganz besondere Lebensgestaltung ausgedacht hat. Dort heißt es, dass er für jeden von uns jeden Tag unseres Lebens bereits im Voraus in ein Buch geschrieben hat – und wenn wir danach leben würden, wäre das das Beste, was uns überhaupt passieren könnte! Aber leider haben die Menschen schon von Anfang an diese Art von Individualismus nicht richtig verstanden. Sie meinten, dass sie es selbst doch eigentlich besser wüssten, was für sie gut oder schlecht sei und haben sichdeshalb über die Anordnungen Gottes hinweggesetzt. Der Plan Gottes für ihrLeben war nicht das, was sie wollten. Sie wollten selbst über ihr Leben bestimmen und eigene Entscheidungen fällen. Leider führt dieser Individualismus aber nun gerade dazu, dass all diese unterschiedlichen Menschen auch unterschiedliche Ideen haben, wie man sein Leben gestalten soll. Das wiederum führt zu Entscheidungen, die oft egoistisch sind und anderen (und auch einem selbst) Schaden zufügen. Man muss nur im Fernsehen die Nachrichten anschauen – es wimmelt dort nur so von Berichten, wie Menschen einander Schaden zufügen. Aber wie kommen wir denn nun zu einer Lebensgestaltung, die uns und anderen gut tut anstatt Schaden anzurichten? Wo können wir uns informieren, um festzustellen, was wahr und was falsch ist, was gut und was schlecht für uns ist?   In der Bibel heißt es in Sprüche 15, 14: „Nur ein gedankenloser Mensch, ein dummer Mensch, glaubt jedes Wort! Der Kluge prüft alles, bevor er handelt.“   Wirklich hilfreiche Informationen bekommen wir nur von Gott.   Damit kommen wir jetzt zu der allerwichtigsten Frage unseres Lebens: Wie komme ich mit Gott zurecht? Das ist die eigentliche Schlüsselfrage, von deren Beantwortung unser ganzes Leben bestimmt wird. Alle Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, hängen irgendwie mit unserem Verhältnis zu Gott zusammen.Nur Gott, der Himmel und Erde und auch uns Menschen geschaffen hat, hat den großen Überblick über unser Leben und über das, was für uns gut oder schlecht ist.   Wir Menschen sind mit...

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