Gibt es ewiges Leben?

Gibt es sowas, wie Ewiges Leben? Lohnt denn das? Kann man das erwarten? Wie bekommt man das? Wieso brauchen wir es? Richard Straube spricht über ein einfaches Gleichnis und die Konsequenzen, die wir daraus ableiten können. Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Herzlich willkommen in unserm Gottesdienst am Sonntag, dem 17.06. 10.00 Uhr in der efgwetzlar.   Foto: sxc.hu /...

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Eine tragfähige Grundlage

Jesus hatte immer wieder mit Leuten zu tun, die ihn respektierten und höflich mit ihm redeten, aber seine Botschaft ignorierten. Es war, als würden seine Worte völlig an ihnen vorbeigehen. Dabei war Jesus gekommen, um Menschen eine stabile Lebensgrundlage zu geben. Was er sagt, kann den Leuten doch nicht egal sein! Deshalb erzählt er eines Tages eine Geschichte über zwei Häuser. Eins hat ein solides Fundament, das andere nicht. Das eine hält auch heftigen Stürmen stand, das andere stürzt ein. Genauso, sagt Jesus, braucht auch jeder Mensch eine tragfähige Grundlage für sein Leben. Und genau das will er uns auch anbieten. Daniel Lanz spricht am 3. Juni über einen Abschnitt der Bibel. Das Buch Lukas, Kapitel 6, die Verse 46-49.   Fotos: sxc.hu / royalshot...

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Nach entscheidenden Maßstäben

Gottesdienst vom 20. Mai 2012 mit Daniel Lanz Der Prophet Jesaja schreibt in Jesaja Kapitel 1, Verse 16-20: (16) Wascht euch! Reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen! Hört auf, Schlechtes zu tun! (17) Lernt Gutes zu tun! Sucht das Recht! Weist den Gewalttätigen zurecht! Schafft dem Waisenkind Recht! Führt den Rechtsstreit der Witwe! (18) Kommt nun, lasst uns vor Gericht gehen! Wenn eure Sünden rot sind wie Scharlach, dann sollen sie weiß werden wie Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, dann sollen sie werden wie Wolle. (19) Wenn ihr einwilligt und gehorcht, werdet ihr das Gut des Landes essen. (20) Aber wenn ihr euch weigert und widerspenstig seid, werdet ihr vom Schwert gefressen werden, denn der HERR hat gesprochen. Dieser Text ist nicht leicht, aber sehr spannend. Er enthält eine provokante Botschaft, weil Jesaja sich damit gegen eine religiöse Elite wandte, die sonst keine Kritik zu hören bekam. Es waren Leute, die meinten, schon alles richtig zu machen. Doch Jesaja korrigiert sie kompromisslos in Blick auf ihr Leben vor Gott, ihr Leben mit Gott und ihr Leben für Gott. Wichtiger als der Dienst für Gott ist das Leben vor Gott. Jesaja lebte zu einer Zeit, als die Gesellschaft sehr religiös war. Gottesdienste waren professionell gestaltet, die Leute spendeten regelmäßig dafür. Aber gleichzeitig herrschte soziale Ungerechtigkeit wie selten zuvor. Diebstahl und Korruption waren an der Tagesordnung. Arme und Unterdrückte hatten kaum Möglichkeit, zu ihrem Recht zu kommen. Deshalb musste Jesaja mit seinen Zeitgenossen hart ins Gericht gehen. Gottesdienst ohne Gerechtigkeit geht nicht, sagt er (Verse 16-17). Das gilt heute noch genauso. Brennan Manning hat mal gesagt: „Die Hauptursache für Atheismus in der heutigen Welt sind Christen, die Jesus mit ihren Lippen anerkennen und sich dann umdrehen und ihn mit ihrem Lebensstil verleugnen. Das ist es, was eine ungläubige Welt einfach unglaublich findet.“ Genau an diesem Punkt setzt auch Jesajas Botschaft an: Wichtiger als alles andere ist ein gerechtes Leben vor Gott. Es geht Gott nicht darum, wie viele Opfer jemand bringt, oder wie er über Gott reden kann. Was zählt ist ein Lebensstil, der liebevoll und authentisch ist. Das Ziel ist ein Leben in Gemeinschaft mit Gott. Im Kern geht es Jesaja um die Frage: Was zählt vor Gott? Was will er eigentlich von uns? Dass es nicht ausreicht, Gottesdienste zu feiern, ohne auch gerecht zu handeln, hat er schon deutlich gemacht. Aber er hat noch mehr im Blick. Jesaja schreibt: „Wenn eure Sünden rot sind wie Scharlach, dann sollen sie weiß werden wie Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, dann sollen sie werden wie Wolle.“ (Vers 18) Scharlach und Karmesin sind Mittel, mit denen man Kleidung färben konnte; sie gaben eine tiefrote Farbe. Und der Kontrast zur weißen Wolle und zum weißen Schnee drückt aus, wie radikal das Ziel ist, das Gott für Menschen hat. Es geht darum, ein sauberes Leben zu führen. Es geht darum, gerecht und heilig zu leben, weil auch Gott gerecht und heilig ist. Gott wünscht sich nämlich, dass Menschen in Gemeinschaft mit ihm Leben. Sein Ziel ist, dass wir in einer gereinigten Beziehung zu unserem großen Schöpfer leben. Und dass sich seine Gerechtigkeit und Schönheit in unserem Leben ausbreitet. Ein Leben mit Gott ist auch ein Leben für Gott. Schließlich beschreibt der Text zwei Möglichkeiten: Die Menschen können Gott gehorchen und die Erträge ihrer Landwirtschaft genießen (V. 19). Oder sie können sich weigern und durch militärische Niederlagen aus ihrem Land vertrieben werden (V. 20). Diese Alternativen wirken zunächst etwas fremd, aber für die damaligen Zuhörer waren sie verständlich. Es handelt sich nicht um eine willkürliche Ansage (oder um...

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Zwischen Zeit und Ewigkeit

In der Bibel berichtet das Buch „Prediger“ von einem berühmten und erfolgreichen König. Zu seinen Leidenschaften gehörten vor allem Wissenschaft und Philosophie. Und da er stets bestrebt war, seine Einsichten auszuweiten und bekannt zu machen, wurde er auch „Prediger“ genannt. Dem Prediger wird oft eine pessimistische Einstellung nachgesagt, weil wir in seinen Überlegungen ein paar sehr negative Aussagen finden. Aber er hat eben versucht, ganz nüchtern und ehrlich festzustellen, wie Menschen so ihre Zeit verbringen, welche Motivation sie dabei antreibt und welchen Sinn das Ganze hat. In Kapitel 3 im Buch Prediger berichtet er etwa: „Ich habe die Mühsal gesehen, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Alles hat er zu seiner Zeit schön gemacht, dazu hat er ihnen die Ewigkeit in den Sinn gegeben, ohne dass der Mensch das Werk begreifen kann, welches Gott vom Anfang bis zum Ende tut.“ (Prediger 3,10-11) Das sind ein paar ganz wesentliche Beobachtungen. Zunächst einmal hat Gott „alles zu seiner Zeit schön gemacht“. Es ist nicht immer alles schön, sondern eben zu seiner Zeit, im richtigen Moment. Es ist zum Beispiel gut, Essen und Trinken zu genießen, aber nicht ununterbrochen. Es gibt Zeiten, in denen Freude angesagt ist. Aber manchmal ist es auch richtig, zu trauern. Arbeit und Fleiß können einen Menschen erfolgreich machen. Aber jeder muss sich auch Ruhepausen gönnen. Jede Aktivität kann in der richtigen Situation sinnvoll und angenehm sein. Aber diese Feststellung allein reicht nicht aus, um Menschen wirklich zu beschreiben. Der Prediger fügt hinzu, dass Gott „ihnen die Ewigkeit in den Sinn gegeben hat“. Der Mensch findet es eben nicht befriedigend, nur mal dies zu machen und mal das; er will nach den großen Zusammenhängen fragen, er will ein Teil der Weltgeschichte sein. In kleinen und großen Ambitionen zeigt sich so der Wunsch nach Beständigkeit, nach Ewigkeit. Aber spätestens seitdem klar ist, dass alle Menschen sterben, haben wir ein Problem. Die Sehnsucht nach Ewigkeit hat sozusagen einen heftigen Schlag erlitten: Ich kann machen was ich will; ich kann mich auf den Kopf stellen, aber ich kann den Tod nicht überlisten. Ich selbst werde früher oder später vergehen. Und auch alles, was ich erreiche, wird vergehen. Der Regisseur Woody sagte einmal: „Ich will die Unsterblichkeit nicht durch mein Werk erringen. Ich will Unsterblichkeit dadurch erringen, dass ich nicht sterbe.“ Man kann darüber schmunzeln, aber es ist immerhin eine ehrliche Aussage. Wer würde die Unsterblichkeit nicht gerne im wahrsten Sinne des Wortes erringen? Nämlich dadurch, dass er nicht stirbt? Ein Mensch sehnt sich nach Ewigkeit. Es ist eben egal, wie viel er leistet. Keine Auszeichnung und kein Erfolg ist ein Ersatz für die Ewigkeit. Der Prediger zieht daraus zwei Konsequenzen: 1. Genieße das Leben Der Mensch, der nach der Ewigkeit sucht, steht in der Gefahr, die Gegenwart zu vergessen. Er kann so sehr darüber nachdenken, wie ihn spätere Generationen in Erinnerung halten werden, dass er sich selbst nichts Gutes mehr gönnt. Deshalb meint der Prediger: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres gibt, als fröhlich zu sein und das Leben zu genießen. Denn ein Mensch, der isst und trinkt und guten Mut hat bei all seinem Mühen – das ist ein Geschenk Gottes.“ (Prediger 3,12-13) Ein angenehmes und glückliches Leben kommt genauso von Gott wie der Wunsch nach bleibendem Wert, nach Ewigkeit. Es hat wenig Wert, das eine zu verwerfen und das andere zu verherrlichen. 2. Ehre Gott! Außerdem plädiert der Prediger dafür, Gott nicht aus dem Blick zu verlieren: „Ich merkte, dass alles, was Gott tut, für ewig besteht; man kann weder dazutun noch wegnehmen. Das alles tut Gott, damit man Ehrfurcht vor ihm habe....

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Das Gesetz und Ich

Warum ich mit dem guten Gesetz nicht gut leben kann (Römer 7,7-25) Im Römerbrief Kapitel 7, Verse 7-25 macht der Apostel Paulus einige erschreckende Aussagen über den Menschen. Er meint, dass der Mensch nicht Herr über sich selbst ist, dass er nicht allein mit dem Verstand sein Verhalten steuern kann. Anscheinend gibt es im Menschen etwas, das die Kontrolle über sein Verhalten übernehmen kann. Es ist das, was die Bibel Sünde nennt – sie lenkt ihn, Dinge zu tun, von denen er eigentlich weiß, dass sie falsch sind. Noch nicht einmal das „Gesetz“ – Gottes Anweisungen an die Menschen, voller guter Richtlinien für ein gelingendes Leben auf der Erde – kann daran etwas ändern. Das Gesetz ist „geistlich“, der Mensch „fleischlich“ – das sind zwei ganz verschiedene Wellenlängen. Gottes Gesetz zeigt dem Menschen nur, dass er Veränderung braucht, aber es hat nicht die Kraft, ihn auch zu verändern. Wenn aber das Gesetz nicht die Lösung ist, wozu ist es dann überhaupt da? Und wo finden wir eine Lösung für das Problem der Sünde? Um diese Fragen zu beantworten, sagt Paulus drei Dinge über das Gesetz: 1) Das gute Gesetz führt zum Tod (7,7-12) Paulus hat in den bisherigen Kapiteln (Römer 1-6) erklärt, warum ein Mensch an Jesus glauben muss, um gerettet zu werden. Der Mensch braucht Rettung, weil er gesündigt hat – er hat sich (wie Adam in 1. Mose 3) gegen Gott und damit für den Tod entschieden. Dabei hat Paulus gesagt, dass auch das Gesetz allein nicht helfen kann – es macht die Lage eher noch schlimmer (5,20 und 7,5). „Ist das Gesetz dann Sünde?“ könnte man da fragen. „Nein“, stellt Paulus klar. Das Gesetz ist keine Sünde, aber es bietet eine Gelegenheit zur Sünde: Wenn ich eine Regel habe, kann ich sie auch brechen. Wenn ich gegen Gottes Regeln verstoße, begehe ich Sünde. Sünde wiederum führt zum Tod. Denn Gott ist gut und auch sein Gesetz zielt darauf, das Gute zu sichern. Wenn ich mich von ihm abwende, wende ich mich auch von dem ab, was gut für mich ist, und erlebe das, was die Bibel den „geistlichen Tod“ nennt. 2) Das gute Gesetz zeigt, wie verdorben ich bin (7,13-20) Nun folgt eine wichtige Frage: „Ist das gute Gesetz mir zum Tod geworden?“ Mit anderen Worten: Ist das Gesetz tödlich? Ist Gottes Gesetz Schuld an diesem ganzen Dilemma? Ist es vielleicht zu streng? Wenn der Mensch wirklich gut wäre, aber Gottes Maßstäben trotzdem nicht genügt, dann könnten wir nur schlussfolgern, dass Gottes Maßstab – sein Gesetz – zu streng ist. Dann wäre das Gesetz Schuld, indem es Menschen verurteilt, die sonst keine größeren Probleme hätten. Aber Paulus betont, dass der Mensch in jedem Fall ein Problem hat, nämlich die Sünde: die dunkle Seite des Menschen, das Böse in ihm. Gottes Gesetz dient lediglich dazu, die Sünde sichtbar zu machen. Es zeigt, wie verdorben der Mensch wirklich ist. 3) Das gute Gesetz hilft mir nicht ohne Jesus (7,21-25) Paulus erklärt weiter, dass das Gesetz eine zweifache Auswirkung hat: Einerseits führt es im Idealfall dazu, dass ein Mensch weiß, was richtig ist, und es auch tun will. Gleichzeitig bringt es aber die Sünde zutage, mit der er sich gegen Gott und das Gesetz richtet. Die Kluft zwischen dem Ideal und der Realität wird also umso größer und der Mensch findet sich in der verzweifelten Lage, dass er nicht so ist, wie er sein soll. Paulus drückt das so aus: „Ich elender Mensch!“ (7,24) Die Situation ist aber nicht aussichtslos, denn er fährt fort: „Dank sei Gott durch Jesus Christus unsern Herrn!“ Jesus bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma....

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