Zufall. Was ist das? Café + am 2. Februar 2017

Café + am 2. Februar 2017  15 Uhr

Am Donnerstag, 2. Februar 2017, war es wieder so weit: Café + öffnete um 15 Uhr und Doris Loh konnte vor einem vollen Haus die Gäste im Namen des Café + Teams willkommen heißen.

Nach einer Zeit mit Kaffee, Tee, Kuchen und Schnittchen – und manchen guten Gesprächen – kam dann das +, ein Vortrag von Klaus Loh zum Thema „Zufall. Was ist das?“

Der Referent machte zunächst an Beispielen aus dem Alltag deutlich, was wir alles als Zufall einordnen – dabei gibt es manches, hinter dem Regeln und Gesetzmäßigkeiten stehen, so dass man eigentlich gar nicht von Zufall sprechen kann.

Hier ein Auszug aus dem Vortrag des Referenten:

In meiner aktiven Schulzeit habe ich es schon mal erlebt – allerdings sehr, sehr selten – dass ein Schüler überhaupt kein Verständnis für Mathematik hatte – und dann lieferte dieser schlechte Mathematik-Schüler plötzlich die genau richtige Lösung einer schwierigen Aufgabe – überraschend, unerwartet, man weiß nicht, wie er darauf gekommen ist – Zufall?

Oder denken wir an all die Würfel-Spiele. Ein Würfel hat in der Regel 6 Seiten – d.h. man kann bei einem Wurf eine der Ziffern 1 bis 6 oben liegen sehen – wenn die Würfel ganz gleichmäßig gearbeitet sind, kann man nicht vorhersagen, welche Ziffer beim nächsten Wurf oben liegt – ein Zufallsergebnis.

Es gibt in unserem Alltag eine Menge Dinge, die uns zufällig vorkommen – weil wir keine Regel, keine Gesetzmäßigkeiten entdecken können.

Das geht schon bei manchen Zahlen in der Mathematik so – eines der bekanntesten Beispiele ist die Zahl Pi, die sogenannte Kreiszahl, in der Kurzform 3,14, die man braucht, um z.B. den Umfang eines Kreises zu berechnen. Wenn man versucht, diese Zahl genau zu berechnen, stellt man fest, dass man eigentlich nie an ein Ende kommt. Bei den ersten hundert Nachkommastellen findet man schon heraus, dass es keine Regelmäßigkeiten, keine periodischen Wiederholungen gibt – und das geht auch bis ins Unendliche so weiter.

Im Jahr 2016 hat man mit einem außerordentlich schnellen Computer 105 Tage lang gerechnet und kam dabei auf 22.459.157.718.361 Stellen nach dem Komma – aber man weiß, dass die Zahl eigentlich noch weiter gehen muss. Die einzelnen Ziffern scheinen doch recht zufällig aneinander gereiht zu sein – ohne eine erkennbare Regelmäßigkeit.

Inzwischen machen sich Gedächtnisspezialisten einen Sport daraus, möglichst viele dieser Nachkommastellen auswendig zu lernen und erreichen dabei enorme Leistungen. Im Guinnes Buch der Rekorde wird erwähnt: Der Inder Rajveer Meena ist offizieller Weltrekordhalter mit bestätigten 70.000 Nachkommastellen, die er am 21. März 2015 fehlerfrei in einer Zeit von 10 Stunden aufsagte. Inzwischen soll es jemand sogar auf 100.000 Stellen gebracht haben.

Alle diese Zahlen lassen keine Gesetzmäßigkeit erkennen – sie sehen wie zufällig aneinander gereiht aus – aber ist das tatsächlich Zufall?

Es steht hinter dieser Zahlenreihe ja ein Berechnungsprogramm – also man kann diese Zahlenfolge berechnen – und es wird bei jeder Berechnung dasselbe Ergebnis herauskommen – es werden immer dieselben Zahlen in derselben Reihenfolge erscheinen – also doch eigentlich nichts Zufälliges.

In der Physik kennt man den Begriff „Chaosforschung“ – ich kann mich noch an mein Physikstudium erinnern (schon einige Jahrzehnte her), als uns ein sogenanntes Chaospendel vorgeführt wurde – ein Doppelpendel, bei dem das eine Pendel an dem anderen hängt, beide Pendel schwingen hin und her – und dann aus unerklärlichen Gründen ändert das eine Pendel plötzlich die Richtung – und das passierte irgendwie recht zufällig. Das war vor vielen Jahren – aber wie sieht es heute mit einer Erklärung für dieses Phänomen aus:

Ein Bericht dazu aus heutiger Zeit: „Man lässt das Pendel nun bei verschiedenen Anfangsbedingungen los und beobachtet das Schwingverhalten. Kurzfristige Aussagen über das Schwingverhalten sind noch möglich, jedoch mittelfristige Aussagen, etwa ob der fünfzehnte Überschlag des zweiten Pendels links- bzw. rechtsherum sein wird, ist nicht möglich.“

Das hat mich an die Wettervorhersage erinnert. Die Spezialisten für das Wetter können für die nächsten zwei, drei – vielleicht noch 4 Tage – das Wetter recht gut vorhersagen, aber dann wird es schwierig – und längerfristig kann man dann gar nichts Genaues mehr prognostizieren, weil zufällige Ereignisse nicht mehr vorhergesehen werden können. Der Zufall spielt wohl doch eine Rolle!

Manche Ereignisse lassen sich also schon in der Physik nicht voraussagen – sie kommen uns wie zufällig vor – und in der Quantenphysik – was immer das auch sein mag – stellen die Wissenschaftler fest, dass es Versuche gibt, bei denen man prinzipiell nicht sagen kann, wie sie ausgehen werden – Zufallsprinzip.

Ein Beispiel dazu ist auch der sogenannte radioaktive Zerfall.Es gibt Materialien, bei denen die Atome nach und nach zerfallen. Plötzlich strahlt ein solches Atom  ein kleines Teilchen nach außen ab – und das ist meistens mit Wärmeentwicklung verbunden. Man nutzt diesen Effekt in den Kernkraftwerken, wo man die so entstehende Wärme zur Stromerzeugung benutzt.

Niemand kann aber sagen, wann ein Atom als nächstes zerfällt – aber man weiß sehr genau, dass in einem bestimmten Zeitraum die Hälfte des Materials auf diese Weise zerfallen ist.

In einem Bereich, der den Sinn unseres Lebens direkt betrifft, soll der Zufall eine große Rolle spielen – nämlich bei der Entstehung der Welt und der Entwicklung der Lebewesen.

Dass vor vielen Millionen Jahren plötzlich ein erstes Lebewesen entstanden sein soll, schreibt man dem Zufall zu, der dafür gesorgt hat, dass die Bedingungen gerade alle genau so zusammentrafen, dass so etwas Lebendiges entstehen konnte.

Auch die Weiterentwicklung dieses ersten Lebendigen soll durch Zufall zustande gekommen sein.

Wie das genau hätte funktionieren sollen, kann man zwar nicht beschreiben, aber viele Wissenschaftler sehen keine andere Erklärung – und deshalb ist es heute schon eine doch weit verbreitete Meinung, dass wir Menschen eigentlich ein Zufallsprodukt der Natur sind – und damit fehlt auch ein Sinn für unser Leben, eine Aufgabe – und wir Menschen müssen uns selbst irgendeinen Sinn geben.

Es gibt ja das bekannte Beispiel mit dem Affen, den man an eine Schreibmaschine setzt und ihm beibringt, nun auf die Tasten zu drücken. Man meint, wenn man lange genug abwartet, wird eines Tages eine sinnvolle Buchstabenfolge auf der Schreibmaschine erscheinen. – Man müsste allerdings einen Affen haben, der Tag und Nacht tippt – und das dann vielleicht zehn oder  zwanzig Jahre oder auch hunderttausend Jahre – aber dann irgendwann würde plötzlich auf dem Papier ein Roman erscheinen, eine sinnvolle Geschichte.

Die Wissenschaftler, die so Evolution erklären wollen, haben aber bis heute auch nicht ansatzweise irgendeinen Versuch hinbekommen, aus dem man vielleicht ableiten könnte, dass das tatsächlich funktioniert – das Zufallsprinzip kann auch gar nicht funktionieren, weil durch Zufall keine intelligente Information entstehen kann – ein Affe ist nun mal nicht besonders intelligent – man kann daher nicht von ihm erwarten, dass er einen Roman schreiben könnte.

Der britische Paläontologe Simon Conway Morris von der Universität in Cambridge glaubt an Gott und an den ganz großen Plan hinter den Dingen. Die Erde und seine Bewohner sind kein Zufallsprodukt, keine Laune der Evolution, sagt das Mitglied der britischen Royal Society und hat damit eine Diskussion unter Evolutionsforschern entfacht.

Dagegen sprach z.B. der französische Biologe Professor Jacques Monod, Begründer der Molekular-Biologie in Frankreich, Medizin-Nobelpreisträger von 1965 und Direktor des Pariser Pasteur-Instituts. Er lebte von 1910 bis 1976.

Er sagte: „Wie ein Zigeuner“ lebt der Mensch in totaler Einsamkeit und radikaler Fremdheit am Rande des Alls, das „für seine Musik taub, von seinen Hoffnungen, Leiden oder Verbrechen unberührt“ ist.

In einem Bestseller in Frankreich verkündet Monod dieses düstere Memento von der Sinnlosigkeit einer Menschheit, die kein Ziel und keine Gemeinschaft mit Gott, Natur oder Geschichte mehr hat:

Dazu heißt es: Ursprung der jähen, unvorhersehbaren und mikroskopisch kleinen „Mutationen“ oder Erbänderungen, aus denen neue Erscheinungen auch im makroskopischen Bereich der Organismen entstehen, sei der Zufall.

Es ist schon interessant, wie Menschen beinahe krampfhaft einen Sinn im Leben suchen, ohne dabei Gott in Betracht zu ziehen – denn die Ansicht dieses Biologen Monod ist ja nun wirklich sehr deprimierend.

Einen anderen Ansatz lieferte der Philosoph Feuerbach (1804 – 1872). Feuerbach studierte zunächst Theologie, kam damit aber nicht zurecht und wechselte dann in die Philosophie.

Seine Vorstellung war, dass es eigentlich keinen Gott gibt, dass aber viele Menschen sich selbst ein Gottesbild machen – Menschen leiden darunter, dass sie sterblich sind – (und das erfährt man ja auch heute jeden Tag, wenn man die Zeitung aufschlägt und dort die Todesanzeigen liest) – und deshalb wünschen sie sich ein Wesen, das unsterblich ist – Menschen leiden unter Krankheiten – und wünschen sich daher ein Wesen, das nie krank ist –

Alle diese Wünsche und Sehnsüchte projiziert der Mensch jetzt nach Feuerbach sozusagen auf eine innere Leinwand und nennt dann dieses Bild „Gott“.

Nach Feuerbach ist das aber nun gar nicht hilfreich, weil ja im Grunde alles Einbildung ist. Deshalb sieht er in der Menschheit als Ganzes etwas, was man verehren und pflegen muss.

Auch wenn sich die Menschheit durch Zufall gebildet hat – jetzt ist sie da – die Menschheit ist unsterblich, sie wird immer existieren und deshalb muss man sich für diese Menschheit nun einsetzen, damit sie sich zum Guten hin entwickelt.

Heute, 150 Jahre nach Feuerbach, muss man allerdings ehrlicherweise feststellen, das sich die Menschheit doch nicht zum Guten hin entwickelt hat – wenn man an die beiden großen Weltkriege denkt, oder aktuell an den zunehmenden Terrorismus – nein, die Menschheit lässt keine Tendenz zum Guten erkennen.

Die Entstehung der Welt, die Entstehung der Menschheit durch Zufall erklären zu wollen, führt in eine Sackgasse – sie widerspricht auch allem, wonach sich Menschen sehnen.

Bei Feuerbach habe ich mich gefragt, ob er denn damals keine wirklichen Christen kennen gelernt hat, Menschen, die um die Existenz Gottes wussten, Menschen die zu Jesus Christus als ihrem persönlichen Herrn und Erlöser beten konnten und die mit ihrem Leben gezeigt haben, dass Gott nicht nur ein selbsterfundenes Bild ist, sondern dass er für uns Menschen ein Gegenüber, ein Gesprächspartner sein möchte. Schade, wenn Menschen so an dem eigentlichen Sinn ihres Lebens vorbei leben – offensichtlich ist er sogar in seinem Theologiestudium keinem wirklichen Christen begegnet – eigentlich doch sehr traurig.

Und dann frage ich mich auch, wie ist das mit den Menschen heute, mit denen ich zusammen komme: Können sie an mir erkennen, dass es diesen persönlichen Gott gibt, diesen Erlöser, den Heiland der Welt?

Zufall. Was ist das? Gibt es überhaupt einen Zufall?

Wir haben gesehen, dass es Ereignisse gibt, die uns wie Zufall vorkommen – eigentlich aber durchaus erklärbar und auch berechenbar sind, z.B. die Zahlenfolge der Zahl Pi.

Andererseits gibt es Ereignisse, die tatsächlich zufällig sind und keine besondere Ursache oder einen besonderen Sinn haben – z.B. beim Würfeln – aber da möchte man manchmal doch etwas hineindeuten, hinein interpretieren, weil man vermutet: Da muss doch etwas dahinter stehen. Wenn der Würfel eine Vier zeigt, ich aber dringend eine 6 brauche – ist der Würfel dann böse? Kann er mich nicht leiden?

Irgendwie möchten wir da etwas hinein legen, einen Sinn darin sehen.

Wir merken, dass wir auch in Ereignisse, die wir nicht begründen oder durchschauen können, gerne eine Information, eine Botschaft hinein legen möchten.

Wir könnten jetzt auch sagen: Zufall ist ein Ereignis, das mit keinerlei besonderer Information, mit keinerlei Botschaft verknüpft ist.

Wenn ich früher die Zahlen 9-11 irgendwo gelesen hätte, wären das für mich Zufallszahlen gewesen, die keinerlei Sinn enthalten. Lesen wir nach dem 11. September 2001 diese Zahlen, verbinden wir sie sofort mit dem schrecklichen Terroranschlag damals in den USA. Plötzlich steckt in diesen Zahlen eine tiefe Bedeutung.

Vieles in unserem Alltag kommt uns vielleicht auch „zufällig“ vor – bei manchem sehen wir auch gar keinen Sinn oder können es einfach nicht verstehen – der plötzliche Tod eines lieben Menschen, eine Krankheit, für die wir keine Ursache finden oder auch eine unerwartete Freudennachricht, die wir uns eigentlich nicht erklären können.

Sind das Zufälle?

Ich denke, wir empfinden manches als Zufall, weil wir eben die Hintergründe nicht erkennen.

Wenn wir heute von Zufall im Zusammenhang mit unserem Leben sprechen, geben wir nur unsere Unwissenheit zu, weil wir die Hintergründe nicht kennen oder nicht wahrhaben wollen.

In der Bibel finden wir das Wort „Zufall“ nicht. Und auch inhaltlich hat man eher den Eindruck, dass in der Bibel alles irgendwie geplant ist und seinen Sinn hat.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde –

Der bekannte Physiker Einstein hat schon gesagt: Gott würfelt nicht.

Was Gott damals in die Existenz und ins Leben gerufen hat, war wohl durchdacht und bis in die kleinsten Details geplant –

Da ist nicht zufällig ein Schmetterling entstanden – der sich auf wirklich wundersame Weise aus einer unansehnlichen Raupe entwickelt – auch heute noch nicht wirklich erforscht, wie das funktioniert –

Wenn wir von Zufall sprechen, sollten wir etwas bescheidener sein. Auch hier können wir Einstein zitieren:

Das, wo unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.

Die Wissenschaftler haben heute vieles im Griff – und wir haben auch in unserem Leben doch vieles im Griff – aber dann passiert etwas Unvorhergesehenes, etwas, was wir nicht erklären können, was wir nicht verstehen.

Ist das blinder Zufall?

Was wäre denn, wenn auch hinter solchen Ereignissen Gott stehen würde?

In der Bibel lesen wir in dem Brief des Paulus an die Kolosser einen interessanten Absatz über Jesus: Kolosser 1, 15 – 17: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.

In Jesus sehen wir den Schöpfer Himmels und der Erde – und es wird behauptet: Es besteht alles in ihm.

Genau genommen heißt das doch, dass die ganze Welt durch Jesus Christus zusammen gehalten wird – dass also nicht der Zufall regiert und dass auch nicht die sogenannten Naturgesetze alles zusammen halten, sondern dass es Jesus Christus selbst ist, der den Bestand unserer Welt garantiert.

Dann müssen wir auch sagen, dass hinter all den Ereignissen, die wir uns nicht erklären können, die wir vielleicht als Zufall sehen, dieser allmächtige Gott, dieser Jesus Christus steht.

Damit ist z.B. auch der Zeitpunkt unserer Geburt kein Zufall, sondern ein von Gott selbst geplantes Ereignis – dann stimmt auch das, was schon der Psalm-Dichter in Psalm 139, 13 – 16 sagt:

Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder! Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.

Das ist doch eine viel, viel tröstlichere Aussage als die Behauptung,  dass wir am Rande eines kalten Universums in vollkommener Einsamkeit herumirren.

Wir sind kein Zufallsprodukt der Natur – Gott sei Dank für diese Gewissheit!

Und dass Gott nicht würfelt, also nichts dem Zufall überlässt, kann man in der Bibel von der ersten bis zur letzten Seite verfolgen.

Allein die Entstehung der Bibel kann nichts mit Zufall zu tun haben – wie sonst sollte man bei 66 verschiedenen Büchern und über 40 sehr unterschiedlicher Autoren, die in einem Zeitraum von 1400 Jahren geschrieben haben, in der Bibel noch einen roten Faden finden, der diese Büchersammlung von vorne bis hinten durchzieht und sie zu einem Buch gemacht hat.

Und sieht man sich dann etwa die vielen Vorhersagen an, die Ereignisse in der Zukunft ankündigen – und man stellt fest, dass sie dann bis in die kleinsten Kleinigkeiten auch tatsächlich eingetroffen sind, dann ist das nicht Zufall, sondern Planung Gottes, der auch dafür gesorgt hat, dass solche Vorhersagen dann auch tatsächlich erfüllt wurden.

Gott hat auch mit jedem von uns einen Plan – aber wir können auch andere Wege einschlagen, den Ratschlägen von Menschen folgen, die die Gedanken Gottes nicht kennen – und trotzdem können wir sicher sein, dass damit die Pläne Gottes nicht vereitelt werden.

Uns wird ein Abwenden von den Gedanken Gottes nie gut tun – deshalb sollten wir lieber immer wieder heraus finden wollen, wie die Gedanken Gottes für uns persönlich, für unser Leben, für unser Verhalten sind – das wird das Beste für uns sein.

Das Wort Zufall kommt in der Bibel nicht vor – aber es wird davon gesprochen, dass uns etwas zufallen kann. Jesus sagt z.B. in Matth 6, 33: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Mit „das alles“ meint Jesus all das, was wir so zum täglichen Leben benötigen – Dinge, um die sich unsere Gedanken doch sehr oft drehen – Kleidung, Wohnung, Gesundheit, Essen und Trinken – aber eigentlich ist es für uns viel wichtiger, nach dem Reich Gottes zu trachten, nach den Gedanken, die Gott, die Jesus Christus mit uns hat – und sich dabei immer wieder bewusst zu machen, dass unser Leben nicht aus Zufällen bestehen kann, sondern von uns mit der Hilfe Gottes gestaltet werden sollte.

Gott hat uns Aufgaben zugeordnet – und eine der wichtigsten besteht darin,  Menschen um uns durch unser Leben, durch unser Verhalten zu zeigen, dass es einen Gott gibt – damit es solchen Menschen nicht so geht wie dem Philosophen Feuerbach, der wohl nie einen echten Christen kennen gelernt hat – und dann auf seine gottfernen Gedanken kommen konnte, mit denen er leider viele Menschen beeinflusst und in eine falsche Richtung gelenkt hat.

Zufall. Was ist das?

In manchen Ereignissen, die uns betreffen, können wir keinen Sinn erkennen – wir wissen nicht, warum so etwas geschieht oder warum so etwas gerade jetzt passiert –

Warum bei einem Würfel gerade jetzt eine Vier erscheint, obwohl wir doch dringend eine Sechs haben müssten – so etwas können wir ruhig Zufall nennen – und mit Einstein sagen: Das, wo unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.

Bei manchen Ereignissen fehlen uns aber nur die nötigen Hintergrundinformationen – sie sind eigentlich also kein Zufall – z.B. der Zeitpunkt unserer Geburt – hier können wir durchaus der Bibel vertrauen und davon ausgehen, dass Gott diesen Zeitpunkt genau geplant und vorgesehen hat. Es ist also kein Zufall, dass wir auf dieser Erde leben – und dass wir gerade jetzt leben – es steckt ein tiefer Sinn dahinter. Die Schöpfung zeigt uns das in überwältigender Weise – Gott hat die Fäden in der Hand.

Darüber können wir immer wieder nur staunen und von Herzen dankbar sein.

Wir dürfen bei vielen Ereignissen, die uns im Alltag begegnen, davon ausgehen, dass Gott dahinter steht und sich etwas dabei gedacht hat – auch wenn wir das oftmals nicht erkennen. Vieles wird dann nicht mehr für uns ein blinder Zufall sein, sondern wir können damit rechnen, dass Gott sich etwas dabei gedacht hat.- Das hat dann nichts mehr mit unseren Berechnungen zu tun, sondern es ist ein Zeichen unseres Vertrauens in einen allmächtigen Gott, der in Jesus Christus unser Vater sein will – ein liebender Vater, der uns wohl tun möchte.

Der allmächtige Gott ist unser Vertrauen wert – ihn wollen wir verehren und ihm in großer Dankbarkeit unser Leben anvertrauen. Das wird auch für uns das Allerbeste sein!

Mit einem gemeinsamen Lied, dem Wort zum Donnerstag und Segenswünschen zum Abschied ging dieses Café + zu Ende.